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Weshalb wurde der Körnerweg asphaltiert?

Ausgerechnet das frisch gepflasterte Stück bekam einen neuen Belag. Doch der wird nicht lange halten.

Der neu gepflasterte Teil des Körnerwegs ist nun asphaltiert worden. Warum?
Der neu gepflasterte Teil des Körnerwegs ist nun asphaltiert worden. Warum? © Rene Menig

Nagelneu asphaltierte Wege rufen in den meisten Fällen Begeisterung hervor. Doch am Körnerweg stiftete der Belag Verwirrung. Bedeckt er doch genau das Teilstück des Holperwegs, das die Stadt neu pflastern ließ. Ist das jetzt schon der versprochene Interimsweg, den Radfahrer nutzen sollen, wenn das Blaue Wunder saniert wird? Aber weshalb beginnen die Arbeiten genau dort und nicht auf den holprigen Abschnitten?

Nicht nur Radfahrer fragten sich das. Selbst im Straßen- und Tiefbauamt war man verwundert, denn dort waren keine Arbeiten am Körnerweg bekannt. Wohl aber beim städtischen Energieversorger Drewag. Der will bis Mitte September noch neue Trinkwasser- und Gasleitungen zwischen den Hausnummern 20 bis 26 verlegen, und zwar bevor der Weg den kompletten provisorischen Asphaltbelag erhalten soll. 

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Auf einer Länge von 300 Metern ziehen die Fachleute die Leitungen in ein bestehendes Trinkwasserrohr ein. Um das neu gepflasterte Teilstück vor den schweren Baufahrzeugen zu schützen, wurde es zeitweise asphaltiert. Der Belag wird nach dem Ende der Arbeiten wieder abgenommen.

Eigentlich soll das dahinterliegende Teilstück des Körnerweges, das mit dem Rad noch schwer befahrbar ist, dieses Jahr auch noch den glatten Belag erhalten. Dadurch sollen Radfahrer beim Bau am Blauen Wunder auch rechtselbisch gut vorwärtskommen. Ob es aber noch 2019 zu schaffen sei, stehe nicht fest. „Das ist abhängig davon, wann eine Baufirma freie Kapazitäten hat“, sagt Doris Oser, die Referentin des Baubürgermeisters. 

Die Sanierung der Brücke soll 2021 beginnen und fünf Jahre dauern. Der Termin hatte sich verschoben, unter anderem weil Fördermittel vom Land nicht wie erhofft fließen.

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