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Kultkneipe Erlenklause kommt zurück

Nach dem Ende 2018 und einem Zwischenspiel will jetzt eine neue Wirtin eröffnen. Wann es losgehen soll.

Von Julia Vollmer
 2 Min.
Die  Erlenstraße in der Neustadt.
Die Erlenstraße in der Neustadt. © Marion Doering

Im November 2018 schockte die Nachricht die Stammgäste: die Erlenklause ist geschlossen. Aus privaten Gründen zu geschlossen – so stand es plötzlich an der kleinen Kultkneipe an der Ecke Johann-Meyer-/Erlenstraße im Dresdner Hechtviertel. Der Inhaber Karsten Pietsch hatte aufgegeben. Er führte das Lokal viele Jahre lang und es stand für deftiges Essen, Bier und Zigaretten. 

Zwischenzeitlich führte es der umstrittene Wirt, der auch die Huschhalle betreibt. Immer wieder gab es Gerüchte, er gehöre in die rechte Szene in Dresden. Dieser gab aber nur ein kurzes Zwischenspiel in der Kneipe.

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Nun hat sich die Köchin Kati Wetzel vorgenommen, sie wiederzubeleben. "Die Erlenklause, von den meisten Gästen liebevoll Erle abgekürzt, war seit vielen Jahrzehnten eine feste Institution im Hecht: Dort trafen sich Bewohner aller Schichten und mit verschiedenen Hintergründen zu günstigen Getränken und leckeren Mahlzeiten", sagt sie. Ob alteingesessener Einwohner oder Hinzugezogener: Die Erle fungiere als einer der wenigen Orte im Hecht, an dem sich alle trafen und angenehme Stunden verbrachten.

"Die Entwicklung und das Ende der Erle schockte deswegen viele. Sie überstand die Wende genauso wie die zunehmende Gentrifizierung im Viertel", sagt Wetzel. Doch dann sei Schluss gewesen. Wieder eine etablierte Institution mit Geschichte und preiswertem Angebot weniger, dachten sich zahlreiche Stammgäste und Gelegenheitsbesucher.

Das soll nicht so bleiben. Noch in diesem Jahr soll Wiedereröffnung gefeiert werden. "Ich möchte die Erle mit bezahlbaren Getränken und Speisen und einem bunt gemischten Publikum zu neuem Leben erwecken", sagt die Wirtin. "Dafür benötige ich eure Unterstützung, um die Investitionskosten zu stemmen. Es fehlen noch Mittel in Höhe von 7.500 Euro, um unverzichtbare Anschaffungen zu finanzieren und dieses Projekt zu realisieren", schreibt sie auch auf ihrer Facebookseite.


Wetzel selbst arbeitet nach eigenen Angaben seit fünfzehn Jahren als selbstständige Köchin. Eine lange Zeit davon reiste sie quer durch Deutschland und kochte in zahlreichen Gastronomiebetrieben. Unter anderem führte sie fünf Jahre eine eigene Sommerwirtschaft auf Rügen und betrieb drei Jahre das Catering für die Mimenbühne

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