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Warum Dresden am Montag rot leuchtete

Am späten Abend wurden in vielen anderen Städten markante Gebäude farbig angestrahlt. Dahinter steckt eine ernste Botschaft.

In rotes Licht gehüllt ist die Brühlsche Terrasse in Dresden.
In rotes Licht gehüllt ist die Brühlsche Terrasse in Dresden. © Jürgen Lösel

Dresden. Mit einer weithin sichtbaren Aktion haben am Montagabend zahlreiche Unternehmen aus der Veranstaltungsbranche ein Zeichen gesetzt, das auf ihre dramatische Situation hinweisen sollte. Durch die Corona-Krise sind sie inzwischen seit Monaten praktisch arbeitsunfähig, da fast alle Events abgesagt wurden.

Als Teil der bundesweiten "Night of-Light" wurden allein in Sachsens Landeshauptstadt unter anderem der Fernsehturm, der Kulturpalast, das Lebendige Haus in der Brüdergasse, das Bilderberg Bellevue Hotel und das Schloss Albrechtsberg rot angestrahlt.

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Auch in anderen Städten in Sachsen und ganz Deutschland gab es ähnliche Aktionen. Insgesamt beteiligten sich bundesweit mehr als 7.000 Unternehmen, die mehr als 7.700 Gebäude beleuchteten. 

Die Idee zur "Night of Light" hatte eine Essener Firma. Die Farbe Rot soll symbolisch für die Alarmstufe Rot stehen, die derzeit für die Veranstaltungswirtschaft mit Hunderttausenden Mitarbeitern gilt.

"Wir wollen der Öffentlichkeit zeigen, wie groß unsere Branche ist", sagt Peter Acs von Sam Productions aus Dresden. "Wir laufen oft unter dem Radar." Als Technischer Leiter ist Acs für die Beleuchtung des Lipisussbaus sowie der Dampfschiffe "August der Starke" und "Gräfin Cosel" verantwortlich. Bereits ab 18 Uhr brachte der 39-Jährige mit einem Team von 15 Technikern rund 150 Scheinwerfer in Stellung. Zum Vergleich: Am Dresdner Fernsehturm kamen gerade 80 LED-Scheinwerfer zum Einsatz, die allerdings bis zu 200 Meter weit leuchten. 

"Unsere Branche war der erste Zweig, dem die wirtschaftliche Grundlage genommen wurde, und sie wird wohl der letzte sein, der sie zurückerhält", sagt Asc. "Wir wollen nicht jammern, aber wir fordern eine gesamtpolitische Lösung und wollen vor allem eins: Bitte betrachtet uns nicht als kleine Einzelunternehmen." 

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