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Dresden: Massen-Übelkeit bei Reisegruppe

Eine Gruppe Pfadfinder musste noch auf dem Bahnsteig medizinisch versorgt werden. Nun ist mehr über die Jugendlichen bekannt.

Großeinsatz am Haltepunkt Dresden-Strehlen: Gleich zwölf Pfadfinder wurden ins Krankenhaus gebracht. Ihnen war im Zug übel geworden.
Großeinsatz am Haltepunkt Dresden-Strehlen: Gleich zwölf Pfadfinder wurden ins Krankenhaus gebracht. Ihnen war im Zug übel geworden. © Roland Halkasch

Dresden. Am Donnerstagabend wurden Rettungskräfte gegen 21 Uhr zum Haltepunkt
Dresden-Strehlen gerufen. Mehrere junge Menschen einer Pfadfindergruppe aus Baden-Württemberg hatten Kreislaufprobleme, fühlten sich unwohl oder mussten sich erbrechen. Die Gruppe war am Haltepunkt der S-Bahn aus ihrem Zug gestiegen und wartete dort auf den Rettungsdienst. Noch auf dem Bahnsteig wurden die Patienten dann behandelt.

Insgesamt zwölf Pfadfinder wurden ins Krankenhaus gebracht, drei von ihnen mussten liegend transportiert werden. Bereits am Vormittag war einer von ihnen mit den
gleichen Symptomen ins Krankenhaus gebracht worden. Möglicherweise könnte es
sich um eine Infektion mit dem Norovirus handeln. Das sollen weitere Untersuchungen zeigen.

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Die Berufsfeuerwehr setzte bei der Rettungsaktion acht Fahrzeuge ein, die speziell für einen solchen Massenanfall vorbereitet sind. Diese Rettungswagen sind dafür da, bei Einsätzen mit mehreren Patienten den regulären Betrieb im Rettungsdienst weniger zu beeinträchtigen. Außerdem war der Leitende Notarzt im Einsatz. Während des Einsatzes war der Betrieb auf der Straßenbahnstrecke in Richtung Zoo unterbrochen. Die Linien 9 und 13 mussten umgeleitet werden. 

Update, 14. August, 16.34 Uhr: Wie inzwischen bekannt ist, handelt es sich bei den zwölf Jugendlichen um eine Jugendgruppe des Bundes Deutscher Pfadfinder und Pfadfinderinnen Baden-Württemberg, die aus unterschiedlichen Landkreisen stammen. Das lässt der Bund über den Sprecher des Dresdner Universitätsklinikums miteilen. Dort und auch im Städtischen Klinikum wurden die Jugendlichen, die alle mindestens 16 Jahre alt sind, in den Kinderkliniken behandelt.

"Nach Informationen des Verbandes geht es allen, die am Donnerstag Symptome zeigten, wieder besser", so Klinikumsprecher Holger Ostermeyer. Dennoch sei ein kleiner Teil der Gruppe weiterhin zur Beobachtung in einer der beiden Kliniken. Derzeit ist noch nichts über die Ursachen der akuten Beschwerden bekannt, die inzwischen wieder weitestgehend abgeklungenen seien, heißt es weiter. Aufgrund des Alters der Jugendlichen sei es nicht möglich, genauere Auskünfte zu geben. Auch das Universitätsklinikum selbst äußert sich nicht zu den Details des Vorfalls und den Untersuchungen und Behandlungen der Jugendlichen.

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