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Dresden: Wohnungen für die Friedrichstadt

Der Stadtteil wächst wie kaum ein anderer in Dresden, weitere Wohnungen sollen dazukommen. Wo überall gebaut wird und welche Pläne es gibt.

Mit dem Neubaukomplex bekommen die Weißeritz- und Friedrichstraße ihre frühere Blockrandbebauung zurück. Im Erdgeschoss wird ein Supermarkt einziehen.
Mit dem Neubaukomplex bekommen die Weißeritz- und Friedrichstraße ihre frühere Blockrandbebauung zurück. Im Erdgeschoss wird ein Supermarkt einziehen. © Visualisierung: Stellwerk Architekten

Dresden. Kaum ein Dresdner Stadtteil ist so stark gewachsen wie die Friedrichstadt. Seit dem Jahr 2000 stieg die Einwohnerzahl um rund 60 Prozent, allein in den vergangenen fünf Jahren sind mehr als 700 neue Friedrichstädter dazugekommen. Und ein Ende ist vorerst nicht abzusehen: Rund 600 Wohnungen wurden seit 2005 neu gebaut oder saniert, an vielen Stellen wurden in den vergangenen Monaten weitere Baulücken mit Wohngebäuden geschlossen, grüne Bereiche und Spielplätze sind entstanden. Heute gibt es in der Friedrichstadt insgesamt rund 4.600 Wohnungen, der Leerstand ist von rund zehn Prozent im Jahr 2010 auf etwa drei Prozent gesunken. 

Und noch immer drehen sich die Kräne über den Vierteln. Auch am Bahnhof Mitte hat sich einiges getan: An der Ecke von Weißeritz- und Friedrichstraße werden derzeit 128 neue Wohnungen gebaut, kürzlich feierte Investor Heinrich Nenninger Richtfest. 

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Ende kommenden Jahres will er das Großbauprojekt fertigstellen, derzeit laufen die Bauarbeiten so gut, dass Nenninger damit rechnet, dass die ersten Wohnungen bereits im August 2021 vermietet werden können. Geplant war das eigentlich erst im November. Das Bauprojekt hat Nenninger inzwischen schon weiterverkauft - und es wird auch sein letztes in der sächsischen Landeshauptstadt sein. "Das hat mich wirklich Nerven gekostet", sagte er zum Richtfest. Und spielt dabei auf den heftigen Protest der Friedrichstädter an, die sich mit einer Petition gegen das ursprünglich geplante Einkaufszentrum samt Parkhaus wehrten. Bereits 2012 hatte Nenninger das Areal samt Planungen übernommen, schwenkte dann aber auf Wohnungen um. 

Investor Heinrich Nenninger feierte kürzlich Richtfest für 128 Wohnungen, die an der Friedrichstraße entstehen. In Dresden ist es sein letztes Bauprojekt.
Investor Heinrich Nenninger feierte kürzlich Richtfest für 128 Wohnungen, die an der Friedrichstraße entstehen. In Dresden ist es sein letztes Bauprojekt. © Marion Doering

Es sei eine schwierige Zeit gewesen, denn sowohl die Bürgerinitiative als auch die Stadt hätten ihre eigenen Vorstellungen zur Zukunft des Grundstückes gehabt. Immer wieder habe es Abstimmungen zu etlichen Details wie etwa der Farbe des Putzes gegeben. Nun sind insgesamt acht Gebäudeteile entstanden, 10.000 Kubikmeter Beton wurden dafür gegossen. Mit dem neuen Gebäudeensemble ist die frühere Blockrandbebauung der Weißeritz- und Friedrichstraße an dieser Stelle wieder komplett.

Auch ein Stück weiter südlich wurden etliche Baulücken geschlossen. So sind an der Löbtauer Straße viele neue Wohnungen entstanden. Dennoch fällt auf, dass etliche von ihnen noch leer stehen. Vor allem im Karree zwischen Löbtauer, Altonaer, Semmelweiß- und Cottaer Straße gibt es zahlreiche Wohnungsangebote, die online auf Immobilienplattformen zu finden sind. Vielleicht spielen dabei die Mietpreise eine Rolle: So ist eine 74-Quadratmeter-Dreiraumwohnung in einem Hinterhof an der Cottaer Straße für eine Kaltmiete von rund 12,70 Euro zu haben. Längst nicht jede Dresdner Familie kann sich eine Monatsmiete von mehr als 1.000 Euro leisten.

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Und es werden noch weitere Wohnungen dazukommen. So gibt es auch für das ehemalige Areal des Ostravorwerks zwischen Friedrich- und Magdeburger Straße bereits entsprechende Pläne. Ende Juni fand dazu eine Bürgerbeteiligung statt, bei der das Bauprojekt vom Investor, der Imvest Wolf GmbH aus Leipzig, vorgestellt wurde und die Dresdner ihre Wünsche und Anregungen dazu äußern durften

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