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Neuer Eingang in den Waldpark am Hirsch

Hunderte Spaziergänge und Jogger kommen täglich über die Pergola an der Stechgrundstraße in die Dresdner Heide. Jetzt erfahren sie dort auch Historisches.

Thomas Stelzig ist Bühlauer Revierförster und der Vorsitzende des Verschönerungsvereins Weißer Hirsch.
Thomas Stelzig ist Bühlauer Revierförster und der Vorsitzende des Verschönerungsvereins Weißer Hirsch. © René Meinig

Dresden. Die ersten Pflanzen waren schon nach wenigen Tagen von rücksichtslosen Radfahrern überfahren worden. Jetzt schützt eine Kette das neu angelegte Beet am Eingang zum Waldpark Weißer Hirsch. An ihr flattern rot-weiße Warnbändchen im Wind, damit sie niemand übersieht. Der Verschönerungsverein Weißer Hirsch/Oberloschwitz hat in Zusammenarbeit mit dem Staatsbetrieb Sachsenforst den Eingang zum Waldpark neu gestaltet. 

Ein rund 15 Meter langer Fußweg in Richtung Konzertplatz wurde angelegt und der Übergang zum benachbarten Weg mit einem Beet gestaltet. Rhododendren, Rosen und Gräser blühen und wachsen darin. Auch das bestehende Beet hinter dem großen Findling, der an die Errichtung des Waldparkes 1876 erinnert, bekam eine neue Bepflanzung. "Die vorherige ist rausgerissen oder zerfahren worden, manche Pflanzen sind auch aufgrund der Trockenheit der letzten beiden Sommer eingegangen", sagt Thomas Stelzig. Der Bühlauer Revierförster ist zugleich der Vorsitzende des Verschönerungsvereins und kann hier beide Interessen zusammenführen. Denn während das Grundstück dem Forst gehört, befindet sich die historische Pergola in den Händen der Stadt.

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Rechts neben der Pergola ist der neue Fußweg mit dem Beet zu sehen. So werden die Spaziergänger am Eingang zum Waldpark empfangen.
Rechts neben der Pergola ist der neue Fußweg mit dem Beet zu sehen. So werden die Spaziergänger am Eingang zum Waldpark empfangen. © René Meinig

Eine neue Informationstafel zeigt den Passanten, wie der Waldpark 1876 entstanden ist und was es darin zu sehen gibt. Wie die Holde-Frauen-Brücke, die im Vorjahr erneuert wurde. Oder die drei Quellen, die Degele-, die Schwestern- und die Teichquelle, um deren Instandsetzung sich der Sachsenforst gekümmert hat. "Es gibt bereits eine Informationstafel am Konsum, die Wissenwertes über den historischen Weißen Hirsch erzählt. Weitere wollen wir als Verschönerungsverein am Chinesischen Pavillon und im Lahmann-Areal aufstellen", sagt Stelzig. 

Diese neue Infotafel am Eingang zum Waldpark zeigt, wie der Park einst entstanden ist.
Diese neue Infotafel am Eingang zum Waldpark zeigt, wie der Park einst entstanden ist. © René Meinig

50 Bänke laden im Waldpark zum Entspannen unter Baumkronen ein. Damit sie gut in Schuss bleiben, stellt der Sachsenforst Material wie Holz oder Farbe zur Verfügung. Mitarbeiter des Loschwitzer Ortsamtes kümmern sich darum, dass die Bänke von Wildwuchs freigeschnitten und repariert werden. Zu der Zeit, als der Waldpark angelegt wurde, pflanzten die Mitglieder des damals bestehenden Ortsvereins Weißer Hirsch  Tausende Fischten, Buchen und Sträucher. Über 100 Bänke wurden bis 1882 aufgestellt. 

Die wurden auch von den Kurgästen des Lahmann-Sanatoriums genutzt. Darunter waren königliche Hoheiten oder Schauspieler wie Heinz Rühmann. Beliebt sind die Bänke heute mindestens genauso wie damals. 

"Damit uns die neuen Pflanzen auch lange erhalten bleiben, haben sich Vereinsmitglieder bereiterklärt, sie regelmäßig zu gießen", sagt Stelzig. Er hofft, dass sich möglichst viele Spaziergänger auf dem Weg in die Heide an ihnen erfreuen.

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