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Neun weitere Gebäude für die Hafencity

Der Stadtrat hat den Plänen für die Bebauung an der Leipziger Straße zugestimmt. Wie es dort nun weitergeht.

Von Sarah Herrmann
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Die Pläne für die Dresdner Hafencity können jetzt konkreter werden. Der Stadtrat hat sein Okay für neun weitere Gebäude gegeben.
Die Pläne für die Dresdner Hafencity können jetzt konkreter werden. Der Stadtrat hat sein Okay für neun weitere Gebäude gegeben. © Visualisierung: USD

Dresden. Zehn Jahre wurde gerungen, kritisiert und verbessert. Am vergangenen Donnerstag hat der Stadtrat nun sein Okay für die Pläne der Immobilienfirma USD (Unser schönes Dresden) gegeben. Diese investiert rund 120 Millionen Euro in die Dresdner Hafencity. Was bisher passiert ist und wie es nun weitergeht – die SZ beantwortet die wichtigsten Fragen.

Wird an der Hafencity nicht schon gebaut?

Ja. Die Melkus-Villa wurde bereits saniert, das Kreativzentrum am Arzneimittelwerk ist schon fertiggestellt, am Hotel-Neubau am Citybeach wurde kürzlich Richtfest gefeiert und zwei weitere Wohngebäude wachsen derzeit an der Leipziger Straße in die Höhe. Für diese Teile des Projekts hatte die USD bereits zuvor Baugenehmigungen erhalten. So sind in dem Kreativzentrum bereits Büros und Ateliers entstanden. Das Vier-Sterne-Hotel, das von der österreichischen Firma Arcotel betrieben wird, soll noch in diesem Jahr öffnen. Dann stehen den Dresden-Besuchern 80 Zimmer zur Verfügung. In den beiden Wohngebäuden, die derzeit errichtet werden, entstehen insgesamt 132 Apartments.

Was bedeutet der Beschluss des Stadtrates für das Projekt?

Mit 56 Ja-Stimmen hat der Stadtrat sein Okay für den Bebauungsplan gegeben. Zwölf Stadträte enthielten sich, Max Aschenbach von Die Partei stimmte gegen die Pläne. Damit steht dem Bau von neun weiteren Gebäuden nun nichts mehr im Wege. „Wir sind über den Satzungsbeschluss und für die Genehmigung, neun weitere Gebäude in der Dresdner Hafencity zu errichten, sehr froh. Dresdens Hafencity war und ist für USD ein Herzensprojekt“, sagt Ulf Mehner, Sprecher des Investors, der USD Immobilien GmbH. Insgesamt werden in der Hafencity 350 Wohnungen gebaut.

Wie geht es nun konkret mit der Hafencity weiter?

Das ist noch nicht ganz klar. „Unsere Architekten und Planer stehen in den Startlöchern und arbeiten nun intensiv daran, das Vorhaben weiterzuplanen“, erklärt der Hafencity-Sprecher. „Wir als USD werden die Gebäude per Baugesuch bei der Landeshauptstadt Dresden beantragen. Dabei hoffen wir, dass die Zusammenarbeit weiterhin so wunderbar, reibungslos und kooperativ wie bisher funktioniert. Bei der genauen Zeitplanung sind wir als Bauherr auch von der Stadt abhängig.“ Die Wohnungen in den sich bereits im Bau befindlichen Gebäuden sollen im dritten Quartal beziehungsweise Ende des kommenden Jahres bezogen werden.

Entstehen in der Dresdner Hafencity lediglich Eigentumswohnungen?

Von den 350 geplanten Wohnungen sollen 320 verkauft werden. Bei den übrigen 30 handelt es sich um Sozialwohnungen, welche von der Stadt an Personen mit einem Wohnberechtigungsschein vermietet werden. 15 dieser Sozialwohnungen entstehen bereits jetzt in den zwei Gebäuden an der Leipziger Straße. Die übrigen verteilen sich im restlichen Baugebiet, für das der Stadtrat nun sein Okay gegeben hat. Die Eigentumswohnungen werden unter anderem von der Ostsächsischen Sparkasse vermarktet. Laut deren Homepage kosten sie zwischen 117.000 und 956.000 Euro.

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