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Dresden: Noch ein Investor für Busbahnhof

Aktuell werden bauliche Details zum Fernbus-Bahnhof und zum geplanten Fahrradparkaus festgelegt. Anschließend muss der Stadtrat entscheiden.

Blick vom Wiener Platz in Richtung Budapester Brücke: Hinter Fahrradparkhaus und Busbahnhof könnte laut Machbarkeitsstudie von Knerer und Lang auch ein Hochhaus entstehen.
Blick vom Wiener Platz in Richtung Budapester Brücke: Hinter Fahrradparkhaus und Busbahnhof könnte laut Machbarkeitsstudie von Knerer und Lang auch ein Hochhaus entstehen. © Visualisierung: Knerer und Lang Architekten

Dresden. Die letzten Monate hätte man sich die Frage stellen können: Braucht Dresden überhaupt noch einen Fernbus-Bahnhof? So ruhig war es hinter dem Hauptbahnhof. Inzwischen wird es in der Bayrischen Straße wieder enger. Busse fahren ein und aus und steuern nach dem Ende der weltweiten Reisewarnungen wieder Metropolen wie Amsterdam, Breslau, Prag oder Wien an. Wann also kommt der neue Fernbus-Bahnhof?

Bereits vor rund drei Jahren hat der Stadtrat die Verwaltung beauftragt, Gespräche mit Investoren zu führen, die einen Bahnhof zwischen Hauptbahnhof und Budapester Brücke nicht nur bauen, sondern später auch betreiben. Das hat sie getan. Man habe Gespräche mit potenziellen Investoren geführt. Mittlerweile verhandle man noch mit einem, teilt die Verwaltung mit. Mit ihm kläre man aktuell die Erschließung des Grundstücks sowie deren Finanzierung.

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Außerdem geht es um ein bauliches Konzept. Geplant waren ursprünglich elf Bussteige. Eine erste Machbarkeitsstudie der Architekten Knerer und Lang hatte zudem die Möglichkeit aufgeworfen, ein 13-geschossiges Hochhaus in den Busbahnhof zu integrieren.

Übernimmt Betreiber auch das Fahrradparkhaus?

Die Stadt hatte sich gewünscht, dass der Betreiber des Busbahnhofs auch die Bewirtschaftung des geplanten Fahrradparkhauses davor übernimmt. Dort sind etwa 500 Stellplätze vorgesehen. Das Parkhaus sei Teil des baulichen Konzeptes, das sich derzeit in Arbeit befindet, so die Stadt. Sobald dieses vorliege, werde die Verwaltung eine Beschlussvorlage für den Stadtrat erstellen. Dieser hätte dann das letzte Wort. Wann es soweit sein könnte, lässt das Rathaus jedoch offen.

Für den Verkauf der Fläche am westlichen Wiener Platz und den Betrieb des Fahrradparkhauses hatte die Stadt ein Mindestgebot von einer Million Euro vorgegeben. Es geht um 4.800 Quadratmeter.

Über den neuen Busbahnhof wird seit Jahrzehnten diskutiert. Die Idee tauchte erstmals im Verkehrskonzept von 1994 auf. Zuletzt standen weitere Standorte zur Debatte, zum Beispiel am Elbepark. Flixbus, Deutschlands größtes Fernbus-Unternehmen, bevorzugt einen innerstädtischen Bahnhof.

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