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Dresden

An der Petersburger wird weiter geparkt

Seit Freitag vergangener Woche ist die Parkspur gesperrt, doch das ignorieren viele. Die Stadt greift nun durch. 

Viele Jahre durfte auf der St. Petersburger Straße geparkt werden. Aus Sicherheitsgründen für Radfahrer fiel der Parkstreifen nun aber weg.
Viele Jahre durfte auf der St. Petersburger Straße geparkt werden. Aus Sicherheitsgründen für Radfahrer fiel der Parkstreifen nun aber weg. © Sven Ellger

Obwohl Halteverbotsschilder klar darauf hinweisen, dass auf der St. Petersburger Straße zwischen Georgplatz und Hauptbahnhof nicht mehr geparkt werden darf, stellen Autofahrer weiterhin ihre Fahrzeuge dort ab. Tickets können sie nicht mehr ziehen, denn die Parkscheinautomaten sind zugeklebt und sollen demnächst abmontiert werden. 

Die Stadt hat jetzt reagiert. Seit dem Aufstellen der Schilder am vergangenen Freitag bestreifen Bedienstete des Ordnungsamtes den Bereich. Am Freitag wurden noch Hinweiszettel verteilt, aber keine Knöllchen. Die ersten „richtigen“ Kontrollen finden seit Samstag täglich statt. Die Verkehrsüberwachung hat die Präsenz auf der St. Petersburger Straße deutlich erhöht, schreibt eine Sprecherin der Stadt.

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Verstöße gegen das Haltverbot würden derzeit verwarnt. Das Verwarngeld fängt bei 15 Euro an. Sollte das Fahrzeug länger als eine Stunde stehen, sind 25 Euro fällig. Autofahrer, die ein absolutes Haltverbot missachten, müssen immer mit einer "Fahrzeugumsetzung" rechnen. Sprich: Sie werden abgeschleppt.

Auf der St. Petersburger Straße darf nicht mehr geparkt werden, um die Sicherheit für Radfahrer zu erhöhen. Die Parkplätze verlaufen neben dem Radweg und es hat in der Vergangenheit immer wieder Unfälle mit Radfahrern gegeben, die über eine unachtsam geöffnete Autotür stürzten. Im vorigen Sommer war dort eine Radfahrerin ums Leben gekommen, die über eine Autotür fiel, auf die Straße stürzte und dort von einem Auto überrollt wurde.

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Seit Freitagmorgen dürfen die Parkbuchten nicht mehr genutzt werden, womöglich für immer.

Danach wurden in der Stadt verschiedene Strategien diskutiert, wie Radfahrer besser geschützt werden können. Schließlich entschied der Baubürgermeister, die Parkflächen einzuziehen. Alternativ können Autofahrer jetzt auf dem Ferdinandplatz parken. Die Stadt hatte dem privaten Betreiber eines Parkplatzes gekündigt und dort einen eigenen mit 200 Stellflächen eingerichtet. Erreichbar ist er über eine Einfahrt nahe dem Kristallpalast. 

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