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Platz vor Semperoper fertig saniert

Steinsetzer haben ihre Arbeiten pünktlich vor Beginn der Spielsaison beendet. Und auch im Inneren der Dresdner Oper wurden wichtige Arbeiten fertig.

Der Platz vor der Semperoper wurde saniert. Dabei mussten die Pflasterer denkmalgerecht entsprechend dem historischen Vorbild vorgehen.
Der Platz vor der Semperoper wurde saniert. Dabei mussten die Pflasterer denkmalgerecht entsprechend dem historischen Vorbild vorgehen. © SZ/Peter Hilbert

Dresden. Die neue Spielzeit in der Semperoper beginnt am kommenden Freitagabend mit dem Barbier von Sevilla. Handwerker hatten zügig gearbeitet, damit sie ihre Arbeiten zuvor abschließen konnten, die sie im Auftrag des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) ausführen. Das wird am Hauptzugang zur Oper sichtbar.

Der Bereich ist seit dem Frühjahr saniert worden. Dabei mussten die Granitstufen, aber auch Sandsteine im Sockelbereich und Skulpturen abgebaut werden, um Sicherungsarbeiten ausführen zu können. Die Außenwände der Semperoper in Richtung Theaterplatz mussten neu abgedichtet werden. Denn die horizontale Abdichtung fehlte. Nachdem sowohl Sandsteine und Treppen neu versetzt und die Skulpturen am Eingang eingehoben waren, kamen zum Schluss die Fachleute des Pirnaer Steinsetz- und Straßenbaubetriebes Gerhard Kaßmann zum Zuge.  

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Vor wenigen Tagen haben der Pirnaer Straßenbaumeister Rico Kaßmann und seine Mitarbeiter noch den Platz vor der Semperoper gepflastert. Jetzt haben sie es geschafft.
Vor wenigen Tagen haben der Pirnaer Straßenbaumeister Rico Kaßmann und seine Mitarbeiter noch den Platz vor der Semperoper gepflastert. Jetzt haben sie es geschafft. © Sven Ellger

Die vier Steinsetzer unter Führung von Straßenbaumeister Rico Kaßmann hatten ein straffes Programm, nachdem sie am 11. August angerückt waren. Auf 140 Quadratmetern mussten sie das originale Pflaster vor dem Haupteingang wieder passgerecht einbauen, sodass es an diesem markanten Platz ein gutes Bild ergibt. Der Großteil der Fläche wurde mit sogenanntem Pläner, einem speziellen Kalkstein, gepflastert. Der wird durchzogen von dekorativen Streifen von rötlichen und schwarzen Granitsteinen. Dabei mussten die Pflasterer denkmalgerecht entsprechend dem historischen Vorbild vorgehen.

Markante Streifen von roten und schwarzen Granitsteinen durchziehen die gepflasterte Fläche vor dem Haupteingang der Semperoper.
Markante Streifen von roten und schwarzen Granitsteinen durchziehen die gepflasterte Fläche vor dem Haupteingang der Semperoper. © SZ/Peter Hilbert

Am Mittwoch hatten die Pirnaer Pflasterer ihre Arbeit geschafft, sodass die letzten Bauzäune verschwinden konnten. „Für uns war es eine große Ehre, an dieser historisch bedeutsamen Stelle arbeiten zu dürfen“, sagte Straßenbaumeister Rico Kaßmann. Nach Monaten bietet sich den Passanten auf dem Theaterplatz jetzt wieder das neue alte Bild. Dafür hat der SIB 1,1 Millionen Euro investiert. 

Die Eingangsbereiche der Semperoper waren abschnittsweise saniert worden, erklärte SIB-Sachgebietsleiter Knut Börner. Begonnen hatten diese Arbeiten 2018 an den Treppenanlagen auf der Zwingerseite. 2019 kam die Elbseite der Freitreppen an die Reihe. Dabei wurde wie auch am Haupteingang das Mauerwerk verfestigt und eine zusätzliche Betonschicht darauf aufgebracht. Hergestellt wurden zudem ein vernünftiger Unterbau und gute Abdichtungen. In den vergangenen beiden Jahren waren die Arbeiten immer vor dem Stadtfest abgeschlossen. Hätte es dieses Jahr stattgefunden, wäre das wieder geschafft worden.

Auch im Inneren der Semperoper sind jetzt wesentliche Arbeiten fertig. Dort wurde der insgesamt 2.400 Quadratmeter große Bühnenboden komplett erneuert. Die Unterkonstruktion war bis 1985 eingebaut worden. Der Bühnenboden hatte 2006 letztmalig einen neuen Belag erhalten. Aber nicht nur aus diesem Grund wurde er erneuert. Aufgrund der höheren Belastungen durch die Bühnentechnik hätte das alte Material nicht mehr den Anforderungen entsprochen. 

In der vergangenen Woche hatte Bühnenbauer Dirk Lattermann noch dem neuen Belag den letzten Schliff verpasst.
In der vergangenen Woche hatte Bühnenbauer Dirk Lattermann noch dem neuen Belag den letzten Schliff verpasst. © Sven Ellger

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