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Dresdens Promenadenring wächst weiter

Auf dem Abschnitt entlang der Marienstraße kann schon flaniert werden. Jetzt wird das nächste Stück gestaltet. 

So soll der Dippoldiswalder Platz künftig aussehen.
So soll der Dippoldiswalder Platz künftig aussehen. © Visualisierung: plancontext

Jahrelang wurde über den Promenadenring um die Altstadt nur geredet. Lediglich der erste kleine Abschnitt am Dr.-Külz-Ring konnte 2002 fertiggestellt werden. Doch jetzt geht es sichtbar vorwärts. Seit Ende Juni können Fußgänger auf der 360 Meter langen Promenade vom Postplatz entlang der Marienstraße flanieren. Derzeit wird am nächsten Stück gearbeitet. Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne) und Straßenbauamtschef Robert Franke erläuterten vor Ort, was geschafft ist und wie es weitergeht.

© Grafik: SZ/Sylvia Tietze

Die derzeitige Baustelle: Fundamente für die Brunnenschalen stehen schon

Hinter der neuen Westpromenade wird am Dippoldiswalder Platz gebaut. Dort verlegen Mitarbeiter der Wassertechnik Dresden Rohre. Wiederaufgebaut werden soll der Schalenbrunnen von Leonie Wirth, erläutert der Bürgermeister. Die Anlage hatte bis 2004 vor dem Hotel Bastei auf der Prager Straße gestanden. Jetzt sind die Fundamente für die acht Brunnenschalen schon fertig. In einer Dresdner Stahlbaufirma wurden die Edelstahlschalen des Brunnens gerichtet und aufpoliert.

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Dresdner Monteure verlegen derzeit Leitungen für den geplanten Schalenbrunnen
Dresdner Monteure verlegen derzeit Leitungen für den geplanten Schalenbrunnen © Sven Ellger

Anfang September sollen sie auf die Fundamente gesetzt werden. Allerdings sind noch umfangreiche Arbeiten nötig, bis der Brunnen fertig ist. Im Zuge der Gestaltung der Promenade wird die Rechtsabbiegespur von der Marien- in die Budapester Straße verbreitert, erläutert Amtschef Franke. Deshalb müsse die Marienstraße in dem Bereich am Wochenende 31. August/1. September gesperrt werden. Er kündigt an, dass der Dippoldiswalder Platz Ende November fertig sein soll. Dann führt dieser Teil der Altstadtpromenade. 

Der nächste Schritt: Promenade mit Holzbeeten am Postplatz

Im nächsten Jahr wird die Promenade am nördlichen Postplatz vor dem Schauspielhaus gestaltet. Die Holzbeete an dem Wasservorhang kommen weg und werden durch dauerhafte Beete und Bänke ersetzt.

2021 gestalten die Landschaftsbauer das letzte Stück der westlichen Promenade zwischen Freiberger und Annenstraße. Das ist erst dann möglich, weil auf der Fläche noch eine Baustelle ist. Dort sind ein weiterer Brunnen, Bäume und Bänke geplant. Die Stadt investiert in den westlichen Promenadenring 5,3 Millionen Euro. Möglich wurde das durch Städtebaufördermittel.

Der neue Plan: Bürgermeister drängt auf Baustart am Pirnaischen Platz

Auch auf der anderen Altstadtseite soll der Promenadenring am Pirnaischen Platz gestaltet werden. Allerdings wollte Schmidt-Lamontain dort schon weiter sein. Das 100 Meter lange Stück der Ringstraße vor dem Gebäudekomplex bis zur Wilsdruffer Straße soll zur Promenade und damit für Autos tabu werden. Der Weg sollte ausgebaut, die benachbarte Haltestelle verbreitert und zusätzliche Baumreihen gepflanzt werden. Im Idealfall hätten die Arbeiten für das 1,5 Millionen Euro teure Vorhaben noch dieses Jahr beginnen können, sodass die Promenade 2020 fertig würde.

So soll die größere Haltestelle am östlichen Promenadenring am Pirnaischen Platz aussehen. 
So soll die größere Haltestelle am östlichen Promenadenring am Pirnaischen Platz aussehen.  © Visualisierung: archlab, Dr. Kalusche

Deshalb würden aber auf dem benachbarten Parkplatz 42 der insgesamt rund 150 Kfz-Stellplätze wegfallen. Genau deshalb hatten Vertreter von CDU, FDP und Bürgerfraktion im Januar das Projekt im Bauausschuss abgelehnt. Jetzt liegen insgesamt vier Varianten vor, über die der Stadtrat entscheiden soll. Die Vorzugsvariante des Baubürgermeisters ist nach wie vor die ursprüngliche mit vier Baumreihen, bei der die 42 Stellplätze wegfallen, erklärte er. Bei einer anderen Option würden sie bleiben, da die Haltestelle nicht verbreitert und der Parkplatz nicht verändert würde. Bei zwei Kompromissvarianten könnten 15 beziehungsweise elf Stellplätze erhalten bleiben, die eigentlich wegfallen sollten.

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An der Südseite soll ein weiterer Abschnitt der Promenade am Dr.-Külz-Ring im Abschnitt zwischen Seestraße und Schulgasse ausgebaut werden. Dabei sollte die schräge Zufahrt zum Holiday-Inn-Hotel verschwinden und stattdessen Fußweg und Zufahrt vor der Sparkasse verlaufen. Das lehnte der Bauausschuss ebenfalls ab. Dafür soll später eine Lösung gefunden werden. 

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