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Rossendorfer Radweg dauert noch Jahre

Zwischen Dresdner Schänkhübel und Forschungszentrum fehlen 500 Meter. Die Planung dafür läuft, doch es folgt ein langwieriges Verfahren.

Ab der Kreuzung am Schänkhübel fehlt der Radweg. Auf die viel befahrene B6 trauen sich nur wenige Radfahrer.
Ab der Kreuzung am Schänkhübel fehlt der Radweg. Auf die viel befahrene B6 trauen sich nur wenige Radfahrer. © Matthias Schumann

Dresden. Mit dem Fahrrad zur Arbeit nach Dresden-Rossendorf? Das ist ein gefährliches Unterfangen, denn momentan fehlen 500 Meter Radweg vom Schänkhübel bis zum Helmholtz-Forschungszentrum. In dem Bereich müssen Radfahrer auf der B6 fahren, wo sehr schnell gefahren und überholt wird. In der Konsequenz würden viele Mitarbeiter aus Angst vor der Verkehrssituation ihr Fahrrad stehen lassen und mit anderen Verkehrsmitteln zum Arbeitsplatz pendeln, sagt Grünen-Stadträtin Ulrike Caspary. 

Sie hat deshalb bei der Stadt angefragt, wann der Lückenschluss endlich komme. Denn das Forschungszentrum hat immerhin 1.100 Mitarbeiter, von denen sicher einige auf das Rad umsteigen würden.

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Doch die Stadt ist in dem Bereich gar nicht zuständig, weil es eine Staatsstraße ist. Dort ist das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) in der Pflicht. Und das hat diesen gefährlichen Abschnitt durchaus im Blick, wie Pressesprecherin Isabel Pfeiffer sagt. "Wir befinden uns gerade in der Endphase der Vorentwurfsplanung für den Radweg zwischen dem Schänkhübel und dem Forschungszentrum Rossendorf." Doch bis es Baurecht gibt, seien noch einige Schritte nötig, darunter ein zeitaufwändiges Planfeststellungsverfahren. "Aufgrund dieser frühen Planungsphase können wir eine seriöse Auskunft über einen möglichen Baubeginn noch nicht benennen", sagt Pfeiffer.

Der Bau des 500 Meter langen Radweges würde nach jetzigen Untersuchungen rund 600.000 Euro kosten, die durch den Bund zu tragen wären. Doch die Summe kann sich angesichts steigender Baupreise mit den Jahren noch ändern. 

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Wenn gebaut werden kann, muss die Straße dafür halbseitig gesperrt werden, sagt Pfeiffer. Jedoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass für einzelne Arbeiten eine kurzzeitige Vollsperrung erforderlich wird.

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