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Video: So schön war die Rallye Elbflorenz

Rund 180 Oldtimer umzingelten am Sonnabend den Fußballrasen im Dynamo-Stadion - krönender Abschluss einer zweitägigen Rallye quer durch Sachsen.

Oldtimer im Rudolf-Harbig-Stadion? Am Sonnabend machte die Rallye Elbflorenz Station am Dynamo-Rasen.
Oldtimer im Rudolf-Harbig-Stadion? Am Sonnabend machte die Rallye Elbflorenz Station am Dynamo-Rasen. © Marion Doering

Lassen sich Autos tatsächlich an ihrem Klang erkennen? Zumindest einen Flitzer hätten die Zuschauer der siebten „Rallye Elbflorenz“ auch mit geschlossenen Augen erraten – einen roten Wartburg 313, bekannt für seinen stotternden Zwei-Takt-Motor und seiner blauen Abgaswolke, die er am Sonnabend auch im Rudolf-Harbig-Stadion zum Abschied hinterließ.

Trotzdem, früher wie heute sind die Fahrer stolz auf ihr Schmuckstück, das 1958 in New York zum schönsten europäischen Auto gekürt wurde. Hendrik und Michael Schubert zum Beispiel, die im roten Rallye-Wartburg Platz genommen hatten. Auch der Dresdner Physiker Manfred von Ardenne fuhr einst einen 313, DDR Polit-Agitator Karl-Eduard von Schnitzler ebenfalls. Insgesamt sollen zwischen 1957 und 1960 weniger als 500 Stück gefertigt worden sein, wobei mehrere Exemplare ins Ausland exportiert wurden. Bei der Rallye am Wochenende rollten gleich drei Wagen des Modells mit – einer sogar in der Sportausführung. Inzwischen ist das zeitweise in Dresden hergestellte Fahrzeug ein Teil von Sachsens bewegter Automobilgeschichte. Genauso wie die vielen anderen Oldtimer, die am Sonnabendnachmittag eine Ehrenrunde durch das Dynamo-Stadion drehten.

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Die Auffälligen: Verena und Wolfgang Hentsch statteten dem Stadion mit ihrem rosa Skoda Felicia aus dem Jahr 1961 einen Besuch ab.
Die Auffälligen: Verena und Wolfgang Hentsch statteten dem Stadion mit ihrem rosa Skoda Felicia aus dem Jahr 1961 einen Besuch ab. © Marion Doering
Wie lange haben die Fahrer wohl poliert? Kein Auto, in dessen Lack sich am Sonnabend nicht die Stadion-Tribünen spiegelten.
Wie lange haben die Fahrer wohl poliert? Kein Auto, in dessen Lack sich am Sonnabend nicht die Stadion-Tribünen spiegelten. © Marion Doering
Hendrik und Michael Schubert rollten mit ihrem Wartburg 313 ins Stadion ein. Von dem Modell fuhren drei Wagen bei der Rallye mit - einer in der Sportauführung.
Hendrik und Michael Schubert rollten mit ihrem Wartburg 313 ins Stadion ein. Von dem Modell fuhren drei Wagen bei der Rallye mit - einer in der Sportauführung. © Marion Doering
Ronny Dienelt und Piri Attila kamen mit einem ausladenen Ami. Auf der Rückbank ihres Ford Torino GT aus dem Jahr 1971 hätte noch eine kleine Reisegruppe Platz gefunden.
Ronny Dienelt und Piri Attila kamen mit einem ausladenen Ami. Auf der Rückbank ihres Ford Torino GT aus dem Jahr 1971 hätte noch eine kleine Reisegruppe Platz gefunden. © Marion Doering
Ein Mercedes V170von 1951 umrundet den Rasen, auf dem sonst die Fußballer von Dynamo Dresden spielen.
Ein Mercedes V170von 1951 umrundet den Rasen, auf dem sonst die Fußballer von Dynamo Dresden spielen. © Marion Doering
Sportlich, sportlich: Auch die Shelby Cobra 427 von 1965 ist eine waschechte Amerikanerin, gefahren von Jörg und Philipp Auerswald.
Sportlich, sportlich: Auch die Shelby Cobra 427 von 1965 ist eine waschechte Amerikanerin, gefahren von Jörg und Philipp Auerswald. © Marion Doering
Die größten Augen, äh Scheinwerfer, bei der Stadiontour hat dieser Jaguar Mark IV aus dem Jahr 1948. 
Die größten Augen, äh Scheinwerfer, bei der Stadiontour hat dieser Jaguar Mark IV aus dem Jahr 1948.  © Marion Doering
Und noch ein Brite: Dieser Morgan 4/4 ist noch gar nicht so alt.  Er wurde erst 1989 gebaut.
Und noch ein Brite: Dieser Morgan 4/4 ist noch gar nicht so alt.  Er wurde erst 1989 gebaut. © Marion Doering
Dieser Cadillac Fleetwood füllt längenmäßig fast das ganze Stadiontor aus. Kofferraum, Innenraum, Motorraum - einfach alles an diesem Wagen ist riesig.
Dieser Cadillac Fleetwood füllt längenmäßig fast das ganze Stadiontor aus. Kofferraum, Innenraum, Motorraum - einfach alles an diesem Wagen ist riesig. © Marion Doering
Dieser DKW F7 Cabriolet mit Thomas Hofmann und Jens Haustein ist ein echter Sachse. Das 1937 gebaute Auto wurde in Zwickau von der Auto Union gefertigt, einem Vorgänger von Audi. 
Dieser DKW F7 Cabriolet mit Thomas Hofmann und Jens Haustein ist ein echter Sachse. Das 1937 gebaute Auto wurde in Zwickau von der Auto Union gefertigt, einem Vorgänger von Audi.  © Marion Doering

Die über 250 Kilometer lange Rallye, organisiert von der DDV Mediengruppe, in der auch die Sächsische Zeitung erscheint, startete bereits am Freitag mit 180 Oldtimern – von Trabanten, über Porsche, alte Skoda, Lada, Mercedes bis hin zu britischen Modellen der Marken Jaguar und Austin Healey. Die Strecke führte zunächst vom Fichtelberg nach Karlsbad und zurück nach Oberwiesenthal. Tag eins sei wetterbedingt ein Abenteuer für Mensch und Maschine gewesen, so die Organisatoren. Doch die sonnige Laune der Teilnehmer und Helfer an der Strecke habe allen den Regen kaum spüren lassen.

Impressionen von der "Rallye Elbflorenz"
Impressionen von der "Rallye Elbflorenz" © Martin Schumann
Impressionen von der "Rallye Elbflorenz"
Impressionen von der "Rallye Elbflorenz" © Martin Schumann
Impressionen von der "Rallye Elbflorenz"
Impressionen von der "Rallye Elbflorenz" © Martin Schumann
Impressionen von der "Rallye Elbflorenz"
Impressionen von der "Rallye Elbflorenz" © Martin Schumann
Impressionen von der "Rallye Elbflorenz"
Impressionen von der "Rallye Elbflorenz" © Martin Schumann
Impressionen von der "Rallye Elbflorenz"
Impressionen von der "Rallye Elbflorenz" © Martin Schumann
Impressionen von der "Rallye Elbflorenz"
Impressionen von der "Rallye Elbflorenz" © Martin Schumann
Impressionen von der "Rallye Elbflorenz"
Impressionen von der "Rallye Elbflorenz" © Martin Schumann
Impressionen von der "Rallye Elbflorenz"
Impressionen von der "Rallye Elbflorenz" © Martin Schumann

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Am Sonnabend fuhren die Oldtimer-Liebhaber ihre Schmuckstücke schließlich über Marienberg, Olbernhau, Seiffen, Altenberg und Glashütte nach Dresden ins Ziel. Bewertet wurden zum Beispiel die gleichmäßige Fahrweise und das Auffinden der Strecke, die über ein Roadbook vorgegeben wurde, also eine Weginformation in Form einer Tabelle. Auf Platz eins landeten zum Schluss Susanne und Thomas Steinbach, die sich am Freitag mit einem 45 Jahre alten, orangen Volkswagen Karmann auf den Weg gemacht hatten. Alle Ergebnisse gibt es hier. (SZ)

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