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Dresden rechnet mit 15 Millionen Euro für Filet-Grundstücke

Flächen am Sachsenplatz, Ferdinandplatz und am Postplatz sollen bis Sommer verkauft sein.

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Die Stadt will in den kommenden Monaten einige ihrer Filet-Grundstücke in bester Innenstadtlage loswerden. Wie Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) mitteilte, sollen die Verkaufsverhandlungen mit den Investoren bis spätestens Sommer abgeschlossen sein. Er rechnet kurzfristig mit Einnahmen von 15 Millionen Euro. Diese kann die Stadt gut für ohnehin geplante Investitionen in Schulen und Kitas gebrauchen.

Auf der Münchner Immobilienmesse Expo Real im Oktober hatte die Stadt gleich vier Grundstücke in der Nähe des Zentrums angeboten. Darunter das Altmarkt-Areal MK 4 direkt hinter dem Holiday Inn Hotel sowie die Fläche der jetzigen Parkplätze am Ferdinandplatz. Auch ein Teilstück MK 2 neben dem Schauspielhaus am Postplatz sollte verkauft werden sowie das Parkplatzfeld vor dem Gewandhaus. Komplettiert wurde der Auftritt der sächsischen Landeshauptstadt mit einer Fläche am Sachsenplatz, auf der Wohnungen und Gewerbe vorgesehen sind. Wie viele Investoren sich auf die Ausschreibung, die bis Ende Januar lief, gemeldet haben, teilt Vorjohann nicht mit. Die Mindestangebote für die Filetstücke in der Dresdner Innenstadt betragen laut aktueller Bodenrichtwertkarte zwischen 2 300 und 3 500 Euro pro Quadratmeter. Eine 300 Quadratmeter große Fläche würde also etwa eine Million Euro kosten.

Gebremst wird Vorjohann bei seinen Verkaufsabsichten durch den notwendigen Bau von neuen Schulen und Kitas. Dafür würden derzeit Grundstücke vorgehalten, sagte er. Weitere Flächen braucht die Stadt außerdem für ihre wohnungspolitischen Vorhaben. So sollen 2014 zunächst fünf und danach jährlich zwei städtische Grundstücke an Baugemeinschaften verkauft werden. Zudem will das Rathaus jährlich ein Grundstück für einen Investor reservieren, der darauf seniorengerechte Wohnungen baut. Laut aktuellem Wohnkonzept plant die Stadt sogar, für solche Vorhaben gezielt Grundstücke von privaten Eigentümern anzukaufen. (SZ/win)