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Rechtfertigung nach Schüler-Kritik

Ein Dresdner Schulträger wehrt sich. Eine seiner Schulen ist in einer Abirede angegriffen worden. Von Überwachung war die Rede. Und dann kam Böhmermann.

Fiete Korn hat mit seiner Kritik Schlagzeilen gemacht. Jetzt wehrt sich der Dresdner Schulträger dagegen.
Fiete Korn hat mit seiner Kritik Schlagzeilen gemacht. Jetzt wehrt sich der Dresdner Schulträger dagegen. © Stefan Sauer/dpa-Zentralbild

Dresden. Die Dresdner Semper Fachschulen gGmbH wehrt sich gegen Vorwürfe, die ihr ein ehemaliger Schüler gemacht hat. Der 18-Jährige heißt Fiete Korn. In seiner teils ironischen Ansprache hatte er auf der Abiturfeier Mitte Juli in Prerow die Art und Weise kritisiert, wie die Schulleitung mit den Schülern umgehe. So sollen Schüler vom Schulleiter motiviert worden sein, Mitschüler zu überwachen. Korn hatte auch von Einschüchterungen und einer hohen Fluktuation unter den Lehrern gesprochen.

Korn besuchte die Freie Schule Prerow. Träger dieser Schule ist die gemeinnützige GmbH (gGmbH) aus Dresden. "Die Vorwürfe des Schülers sind unberechtigt beziehungsweise aufgebauscht", teilte das Unternehmen mit. Und es stellt fest: "Die von ihm gewählte Art und Weise der öffentlichen Abrechnung ist unfair." Den Vorwurf der hohen Fluktuation wollte Semper nicht bestätigen. 

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Nach der Rede hatte der Schulleiter gegen Korn Anzeige wegen übler Nachrede erstattet. Anschließend kam das Angebot des ZDF-Satirikers Jan Böhmermann für ein "ausgedehntes Redaktionspraktikum". Er werde dieses Angebot annehmen, sagte Korn. Im Winter gehe es los.

Der Abiturient betont: "Ich kritisiere nicht die Schule, sondern nur, wie der Direktor die Schule geführt hat." Konzept, Lehrer und Lehrer-Schüler-Schlüssel seien gut. Nach Semper-Angaben sind an der Schule 415 Schüler und 45 Lehrer. Die Semper Fachschulen teilten mit, dass für den Schulleiter seit November 2019 ein Nachfolger gesucht werde. "Dies aber allein aus Altersgründen, also unabhängig von den Vorwürfen des Schülers." Am 14. August sei eine Überprüfung beim Bildungsministerium beantragt worden. "Wir sind davon überzeugt, dass die Freie Schule Prerow eine gute Schule ist", hieß es von Semper.

Aus einer persönlichen Auseinandersetzung zwischen einem Abiturienten und dem Schulleiter lasse sich nichts anderes ableiten. Das Ministerium werde als sachverständige Stelle objektiv einzuschätzen wissen, ob eine Schule regelkonform betrieben werde. Zu einem Streit mit der Gemeinde um die Miete für das Schulobjekt teilte Semper mit, dass die Miete wegen Mängeln gemindert worden sei. Dies sei von Prerow nicht in Abrede gestellt worden. Die einbehaltene Miete sei ohne Anerkennung einer Rechtspflicht im Februar 2020 vollständig gezahlt worden. Ein nach Auffassung von Semper ungerechtfertigt geforderter Mietanteil werde jedoch zurückgefordert. (dpa)

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