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Dresden schließt Asylheime

Die Stadt benötigt weniger Platz für Flüchtlinge. Was das für die Unterkünfte bedeutet und welche Rolle Corona in den Planungen spielt.

Im ehemaligen Hotel Prinz Eugen in Laubegast leben vor allem Familien. Im kommenden Jahr soll die Asylunterkunft geschlossen werden.
Im ehemaligen Hotel Prinz Eugen in Laubegast leben vor allem Familien. Im kommenden Jahr soll die Asylunterkunft geschlossen werden. © Sven Ellger

Dresden. Es kommen derzeit deutlich weniger Flüchtlinge nach Dresden, als die Stadtverwaltung erwartet hat. Deshalb wurde nun überprüft, wie viele Plätze für die Unterbringung von Asylbewerbern noch benötigt werden. "Fest steht bereits, dass der Vertrag für das Übergangswohnheim an der Pillnitzer Landstraße 273 zum Jahresende 2020 auslaufen wird", teilt ein Stadtsprecher auf SZ-Anfrage mit. 

Und auch das Übergangswohnheim auf der Gustav-Hartmann-Straße in Laubegast - das ehemalige Hotel Prinz Eugen - soll aufgrund der rückläufigen Zuweisungen von Flüchtlingen durch den Freistaat in absehbarer Zeit aufgegeben werden. Allerdings könnte es erforderlich werden, den Mietvertrag noch über die kommenden Herbst- und Wintermonate "für einen befristeten Zeitraum" hinaus zu verlängern, so die Stadt.

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Im Juli dieses Jahres hatte das Robert-Koch-Institut "Empfehlungen zu Prävention und Management von Covid-19-Erkrankungen in Gemeinschaftsunterkünften für Schutzsuchende" herausgegeben. Demnach ist das Übertragungsrisiko virusbedingter Erkrankungen der Atemwege in Gemeinschaftsunterkünften sehr hoch, sodass die zusätzlichen Plätze in Laubegast für Flüchtlinge bereitstehen sollen, sollten die Infektionszahlen in Dresden steigen.  

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In Laubegast waren zuletzt vor allem Familien mit Kindern untergebracht. Wie es mit dem ehemaligen Hotel nun weitergeht, ist offen. Eine SZ-Anfrage an den Eigentümer blieb bislang unbeantwortet. 

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