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Dresden

Schnelles Internet für Hunderte Schulen

Die Stadt startet eine Digital-Offensive. Betreiben will sie das neue Glasfasernetz selbst.

In vielen Dresdner Schulen stimmt inzwischen zwar die Computertechnik. Nur das Internet ist lahm. Das soll sich bald ändern.
In vielen Dresdner Schulen stimmt inzwischen zwar die Computertechnik. Nur das Internet ist lahm. Das soll sich bald ändern. © dpa

Mehr als 400 Schulen, Bibliotheken, Museen, Feuerwachen und Bürgerbüros verabschieden sich vom langsamen Internet. Die Stadt hat damit begonnen, weitere kommunale Einrichtungen an das stadteigene Glasfasernetz anzuschließen. Der Ausbau wird voraussichtlich bis 2023 dauern und umfasst eine Erweiterung von rund 60 Kilometern, teilte die Stadtverwaltung am Freitag mit. Damit wächst es auf etwa 610 Kilometer - eine Strecke so lang wie von Dresden nach Venedig. Gleichzeitig sollen die alten Anschlüsse auf Kupferbasis abgeschaltet werden. Bisher sind lediglich 74 städtische Einrichtungen an das Glasfasernetz angebunden.

Das Glasfasernetz wird den städtischen Einrichtungen nicht nur internen Kommunikation dienen. Damit sollen auch zusätzliche Internetangebote für die Bürger ermöglicht werden. 

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Durch zunehmende Lockerungen dürfen immer mehr Geschäfte und nun auch wieder Restaurants öffnen. Die Maskenpflicht bleibt jedoch bestehen.

Die Kosten für das Projekt mit dem Namen "Stadtnetz 500+" trägt die sächsische Landeshauptstadt komplett selbst. Rund 21 Millionen Euro werden investiert. Mit der Umsetzung wurde die Drewag beauftragt, die bereits Partner im stadteigenen Glasfasernetz-Verbund ist. "Pro Jahr können wir etwa 100 Objekte neu an das städtische Glasfasernetz anschließen“, sagte Drewag-Geschäftsführer Frank Brinkmann.

Dass die Kommune ein eigenes Glasfasernetz betreibt, sei auf lange Sicht wirtschaftlicher, so Verwaltungsbürgermeister Peter Lames (SPD). "Die Vorteile, die Glasfaserpaare faktisch selbst in der Hand zu halten und nicht für jede Netzdienstleistung bei privaten Telekommunikationsunternehmen sowohl Leitungen anmieten als auch Datentransport einkaufen zu müssen, haben am Ende einfach überwogen.“

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