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Auf der Waldschlößchenbrücke wird’s eng

Die bei einem Unfall zerstörte Schilderbrücke wird ausgewechselt. Warum das erst jetzt geschieht und was Autofahrer nun wissen sollten.

Fahrspurhinweisschilder sind durch Unfall auf einer Spur beschädigt, Waldschlösschenbrücke, Dresden, Foto: Rene Meinig
Honorarfrei für Produkte von Sächsische.de und Sächsischer Zeitung
Fahrspurhinweisschilder sind durch Unfall auf einer Spur beschädigt, Waldschlösschenbrücke, Dresden, Foto: Rene Meinig Honorarfrei für Produkte von Sächsische.de und Sächsischer Zeitung © René Meinig

Dresden. Erhebliche Einschränkungen wird es  schon ab Sonntagmorgen auf der Dresdner Waldschlößchenbrücke geben, teilt die Stadt mit. Zwischen 7 und 17 Uhr steht dem Verkehr jeweils nur eine Spur je Fahrtrichtung zur Verfügung. Denn mitten auf der Brücke muss die beschädigte Schilderbrücke zwischen den Bögen ausgewechselt werden. Direkt auf der Brücke steht den Fahrzeugen deshalb nur die östliche, elbaufwärts liegende Hälfte zur Verfügung. Danach gibt es einen Schwenk auf die andere Seite. So rollt der Verkehr durch den westlichen Tunnel, wo es dann ebenfalls nur eine Spur je Richtung geben wird.

Voll gesperrt sind der östliche Tunnel und die dortige Ausfahrt in Richtung Bautzner Straße. Die Zufahrt von der Bautzner Straße in Richtung Johannstadt bleibt hingegen offen. Die Busse des Linienverkehrs werden weiter planmäßig fahren.

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Dieser Tunnel bleibt am Sonntag komplett gesperrt. Genutzt werden muss die andere Röhre für den gesamten Verkehr.
Dieser Tunnel bleibt am Sonntag komplett gesperrt. Genutzt werden muss die andere Röhre für den gesamten Verkehr. © SZ/Peter Hilbert

Bereits seit einem halben Jahr hängt die gespaltene Schilderbrücke an den Bögen in Richtung Johannstadt. Am 11. Februar war ein Laster mit einem Müllcontainer über die Brücke gefahren. Der Metalldeckel hatte sich gelöst und war nach oben geklappt. Er krachte gegen die Schilderbrücke mit den Leuchtzeichen. Die Brücke musste damals stundenlang voll gesperrt werden. Es war sehr aufwendig, eine Spezialfirma für die Instandsetzung zu finden, die die Schilderbrücke ersetzt. Diese steht jetzt bereit. Die Arbeiten werden sonntags ausgeführt, da dann nicht so viel Verkehr ist. 

Während der Sperrzeit sind außerdem Arbeiten an der Brandmeldeanlage im östlichen Haupt- und Nebentunnel sowie die Erneuerung eines zerstörten Geländers geplant. 

Das ist nicht der erste Fall, bei dem ein Lkw erheblichen Schaden an der Brücke oder dem Waldschlößchentunnel verursacht hat. So war am 25. August 2017 ein Lkw samt Bagger auf dem Käthe-Kollwitz-Ufer unter der Brücke hindurchgebraust. Allerdings hatte der Fahrer die Durchfahrtshöhe nicht beachtet. Das bekam die Brücke zu spüren. Der Bagger streifte die beiden gewaltigen stählernen Kästen, auf denen die Fahrbahnplatte der Waldschlößchenbrücke liegt. Davon zeugten zwei Dellen im ersten Stahlkasten und kleinere im zweiten, wo die Straße etwas tiefer liegt. Trotz des Anpralls hatte er sich nicht gemeldet. Da es dort - im Gegensatz zum Waldschlößchentunnel - keine Überwachungskameras gibt, musste die Stadt die 14.000 Euro teure Reparatur bezahlen. Im Juli 2018 wurde der Schaden beseitigt.

In dem Tunnel sind am Sonntag Arbeiten an der Brandmeldeanlage nötig. Die Tunnel sind mit moderner Sicherheitstechnik ausgestattet.
In dem Tunnel sind am Sonntag Arbeiten an der Brandmeldeanlage nötig. Die Tunnel sind mit moderner Sicherheitstechnik ausgestattet. © SZ/Peter Hilbert

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Einen ähnlichen Fall hatte es im November 2016 im Waldschlößchentunnel gegeben. Ein Lkw war samt Bagger von der Brücke durch die Ostausfahrt Richtung Bautzner Straße gefahren. Allerdings hatte er vergessen, die Baggerschaufel einzuziehen. Deshalb wurden acht Deckenleuchten abgeschlagen. Der Schaden wurde später beseitigt. Fachleute ersetzten die Tunnelleuchten, was rund 15.000 Euro kostete. Dafür musste aber die Versicherung des Verursachers aufkommen. Solche Unfälle in den Röhren des Waldschlößchentunnels werden von Kameras genau registriert.

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