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Stadtfest: Die spannendsten Geschichten

Unsere Reporterinnen waren das ganze Wochenende unterwegs: Hier der Fest-Ticker zum Nachlesen.

Ein Unwetter fegte am Sonntagabend über Dresden hinweg - glücklicherweise erst nach dem Abschlussfeuerwerk.
Ein Unwetter fegte am Sonntagabend über Dresden hinweg - glücklicherweise erst nach dem Abschlussfeuerwerk. © Robert Michael

Bis zum Sonntagabend war die Dresdner Altstadt eine große Partymeile. Wir haben uns nach spannenden Menschen und Geschichten umgeschaut - und sie auch gefunden. 

Unwettergefahr für das Stadtfestfinale

Es sind immer die beiden Höhepunkte des Stadtfestes am Sonntag: Das Konzert der Dresdner Philharmonie um 20 Uhr auf dem Theaterplatz und das anschließende Feuerwerk um 22 Uhr. Tief "Bernd" hätte beides gefährden können: Im schlimmsten Fall hätten die Veranstaltungen ausfallen müssen und man hätte das Festgelände evakuiert. Am Ende aber wurde alles gut, und das Fest bekam seine Highlights. 

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Die Kleinen haben das Sagen

Die Babyparade hat Tradition beim Dresdner Stadtfest.
Die Babyparade hat Tradition beim Dresdner Stadtfest. © René Meinig

Mit einem Spielmannszug startet der große Auftritt für die Kleinen: Zur traditionellen Babyparade ziehen Kinder durch die Altstadt. In diesem Jahr wird sie vom frisch gebackenen Papa Alexander Waibl angeführt,  Trainer der Volleyball-Damen des Dresdner SC. Erst im Juli ist er zum zweiten Mal Vater geworden. 

Sonntag reißt Besucherzahlen wieder raus

Am Sonntag tummeln sich viele Menschen am Terrassenufer.
Am Sonntag tummeln sich viele Menschen am Terrassenufer. © René Meinig

Obwohl es am Samstag verhalten begann, schätzen die Stadtfestmacher, dass 2019 wieder rund eine halbe Million Besucher gekommen sind und heute noch kommen. Die Zahl wird auf Grundlage die Auswertung von Kamerabildern von Polizei und der Festleitung erhoben. "Wir bilden dann von beiden einen Mittelwert", sagt Frank Schröder, der Organisationschef. Während am Samstag bis gegen 17 Uhr weniger Besucher gekommen sind, was auch an der Schuleinführung liegen kann, sind es am heutigen Sonntag deutlich mehr. 

Sehr zufrieden zeigten sich zur Bilanzpressekonferenz nicht nur die Chefin der Dampfschifffahrt, die zur Parade am Samstag volle Schiffe hatte und zusätzliche Fahrten verkaufen konnte. Am Montag  werde es durch das Niedrigwasser jedoch ein schwieriger Tag.  Besucherrekord verzeichnet auch der Direktor des Verkehrsmuseums mit 12.000 Gästen. "Für ein Wochenende ein gigantischer Wert", sagt Joachim Breuninger.

Sämtliche Händler hätten gute Umsätze, die Speiseanbieter seien am Freitag- und Samstagabend teilweise sogar ausverkauft gewesen und hätten über Nacht nachgeordert, so Schröder. Riesenradbetreiber Oscar Bruch sei mehr als zufrieden mit der Gästezahl. Auch der Charity-Bereich sei gut gelaufen. Die Handwerkerinnung konnte Spenden von 2500 Euro einsammeln, die für ein Kinderheim in Kipsdorf bestimmt sind. 

Die Dresdner Verkehrsbetriebe rechnen heute Abend mit 60.000 Fahrgästen, die nach dem Feuerwerk um 22.30 Uhr nach Hause fahren wollen und seien darauf eingestellt.  

Die woanders rasenden Enten

© Sebastian Willnow/dpa

Wegen Niedrigwasser findet der diesjährige Entencup heute 15:15 Uhr am Königsufer in einem riesigen Pool statt.☺️ Der Pool wird mit Wasser befüllt & mit 7000 Enten bestückt. Von den teilnehmenden Enten werden schließlich die Gewinner ausgelost.

Der besinnliche Sonntagmorgen

Auf dem Theaterplatz ist am Sonntagmorgen kein Halten. 
Auf dem Theaterplatz ist am Sonntagmorgen kein Halten.  © René Meinig

Kein Chartstürmer, kein Poppoet bringt den Theatervorplatz am Sonntag zum Tanzen. Es ist ein ökumenischer Gottesdienst. Mit Liveband und Chor feiern Hunderte - vor allem auch viele junge Menschen. Jubelstürme gibt's aber trotzdem, vor allem für einen: Samuel Rösch, Gewinner von Voice of Germany 2018. Er begreift seine Stimme als Geschenk Gottes, erklärt der ehemalige Schüler der Micktener Musikschule Goldenes Lamm. 

Der Müll verschwindet

Sonnabendabend sind die Mülleimer voll und am Sonntagmorgen dann wieder leer.
Sonnabendabend sind die Mülleimer voll und am Sonntagmorgen dann wieder leer. © SZ/Kay Haufe

Abends sind die 200 Papierkörbe auf dem Gelände des Stadtfestes schnell voll. Wenn am Vormittag die nächsten Besucher kommen, ist alles wieder leer und sauber. Die Dresdner Stadtreinigung ist jeden Tag in zwei Schichten aktiv, um den Gästen eine saubere Feier zu bereiten. „Unsere Mitarbeiter sind rund um die Uhr vor allem nachts und in den frühen Morgenstunden ab 4 Uhr  mit modernster Technik unterwegs. Sie säubern Straßen, Plätze und entsorgen die Abfälle“, sagt Frank Siebert, Geschäftsführer der Stadtreinigung Dresden.

Für die Beseitigung der geschätzten 60 Tonnen Abfall zum Stadtfestwochenende sind am Samstag 45 und am Sonntag sogar 55 Mitarbeiter unterwegs, zudem noch 25 Fahrzeuge, darunter fünf Großkehrmaschinen, fünf Kleinkehrmaschinen, fünf Papierkorbsammelfahrzeuge, ein Abfallsammelfahrzeug, sieben Kleintransporter, ein Wasserwagen und ein Containerfahrzeug. Die Entleerung der Papierkörbe erfolgt laut Siebert mehrmals am Tag. Neben den normalen Papierkörben wurden 70 zusätzliche Abfallsammelbehälter bis 1.100 Liter aufgestellt, elf sogenannte Müllgaragen und drei große Pressmüllcontainer. 

Die Nacht wird zum Tag

Auf dem Rummel an der Pieschener Allee geht's weit nach Mitternacht erst richtig los.
Auf dem Rummel an der Pieschener Allee geht's weit nach Mitternacht erst richtig los. © René Meinig

Auf dem Rummelplatz an der Pieschener Allee geht das Stadtfest ab Mitternacht erst richtig los. Aus der Zeltdisko dröhnt Elektromusik, wuchtige Bässe treffen auf wuchtige Sicherheitsmänner am Einlass. In Gruppen stehen die Jungen zusammen, kommt einer grölend heran, wird die Luft alkoholgeschwängert. Hier ist die Party noch lang nicht zu Ende. In der Altstadt hingegen geht alles schon gemütlicher zu. Die Bierbänke am Terrassenufer leeren sich, die letzten Geschäfte werden gemacht.

Die, die keine Ausnahmen dulden

Das Stadtfest geht in die zweite Nacht: Der Sicherheitsdienst ist im Einsatz.
Das Stadtfest geht in die zweite Nacht: Der Sicherheitsdienst ist im Einsatz. © René Meinig

Mit einer Glasflasche kommt niemand aufs Stadtfest. Seit 18 Uhr wird deshalb an vielen Punkten kontrolliert. Security Martin Mierisch vom PSS Security Service ruft zwei junge Frauen zu sich. Höflich aber bestimmt bittet er sie, die Taschen zu öffnen. Nina hat überhaupt nichts dagegen. „Im Gegenteil: Ich habe keine Lust, eine Flasche an den Kopf zu bekommen.“ Zwei junge Männer kommen mit Bierflaschen, auch hier gibt es keine Diskussion. „Die meisten akzeptieren, dass es zur eigenen Sicherheit ist“, sagt Martin Mierisch.

Der Theaterplatz bebt

Auf dem Theaterplatz geht es jetzt richtig los: Joris zieht die Massen an.
Auf dem Theaterplatz geht es jetzt richtig los: Joris zieht die Massen an. © René Meinig

Joris zieht die Massen vor die Semperoper: Sächsische.de war Backstage dabei, als sich der Sänger mit seiner Band vorbereitete. Kurz in die Knie gehen, mit den Buddies abklatschen, noch ein Schluck Wasser. Dann hält der junge Sänger kurz inne, legt die Arme an die Ohren, bis ihm seine Gitarre gebracht wird. Jetzt startet die Musik. Die Treppe zur Bühne nimmt er zügig und los geht's. Auf dem Theaterplatz kreischen Tausende Fans, die Hofkirche liefert die perfekte Kulisse. 

Die Dampfer legen ab

Mit einem langgezogenen Tuten und bestaunt von vielen Schaulustigen starten die Schaufelraddampfer der Dampfschifffahrt in Richtung Schloss Pillnitz. Dixielandklänge und Partymusik untermalt die Fahrt zum Stadtfest. Elbabwärts wartet am Blauen Wunder eine illuminierte Überraschung.

Die schnelle Hilfe im Notfall

Rico Bäßler ist seit dem ersten Stadtfest dabei und kennt es wie seine Westentasche. Etwas ist in diesem Jahr anders. Der Einsatzleiter des Malteser-Sanitätsdiensts arbeitet pro Schicht mit 60 Helfern und zwei Notärzten. Auch am frühen Samstagabend ist rund um den Altmarkt weniger los als sonst, sagt er. „Gut am Terrassenufer haben unsere Einsatzkräfte zu tun. Da scheint wegen der anstehenden Dampferparade viel los zu sein. Es gab einige Treppenstürze und auch ein paar Abtransporte mit dem Krankenwagen.“ 

Einsatzleiter der Malteser, Rico Bäßler, ist seit dem ersten Stadtfest dabei.
Einsatzleiter der Malteser, Rico Bäßler, ist seit dem ersten Stadtfest dabei. © René Meinig

Unter anderem musste ein Mann ins Krankenhaus gebracht werden, der mit seinem Klappstuhl zusammengebrochen war, dabei seine Fingerkuppe quetschte und sie verlor. Bäßlers Zwischenbilanz: Es ist ein ruhiges Stadtfest, er beobachtet weniger Besucher. „Aber mal sehen, was der Abend noch bringt.“  

Den guten Zweck ausgenutzt

Fast alle Spendentonnen der Initiative Hope wurden geplündert.
Fast alle Spendentonnen der Initiative Hope wurden geplündert. © SZ/Kay Haufe

Beim Stadtfest wurden 19 von 20 Spendentonnen der Initiative Hope gewaltsam aufgebrochen. In diese können Partybesucher ihre Becher einwerfen, der Pfand von einem Euro soll genutzt werden, um die medizinische Versorgung von Kindern in Südafrika zu unterstützen. Stadtfest-Chef Frank Schröder ist verärgert über den Zwischenfall, sagt er gegenüber Sächsische.de. 

Wie Ronny Eberhardt vom zuständigen Sicherheitsdienst mitteilt, wurde ein Verdächtiger gestellt. Der Mann habe versucht, einen Rollkoffer voller Pfandbecher abzugeben. Insgesamt habe er einen verwahrlosten Eindruck gemacht, so Eberhardt. Die Polizei hat die Daten des Mannes und Ermittlungen aufgenommen.

Von nun an stehen die Tonnen im besonderen Fokus von Polizei und Security, meint Schröder. Außerdem habe man die Standorte geändert. Wie viele Becher - und damit Spendenpfand - gestohlen wurden, ist nicht bekannt.

Die Händler hoffen auf besseren Umsatz

Bratwurstverkäufer Jeremy Lippelt (rechts) und Christoph Graf finden: "Es kommen weniger Besucher als sonst."
Bratwurstverkäufer Jeremy Lippelt (rechts) und Christoph Graf finden: "Es kommen weniger Besucher als sonst." © Kay Haufe

Langsam läuft es auch mit der Wurst: Nach einem flauen Samstagnachmittag kommen immer mehr Gäste an den Stand von SR Event aus Heidenau. Trotzdem seien insgesamt weniger Besucher als im Vorjahr da, merken Jeremy Lippelt (rechts) und Christoph Graf. Aber: Viele Touristen gleichen das aus, was an Dresdnern fehlt. Renner ist bei ihnen wie immer die Thüringer Bratwurst.  

© SZ/Kay Haufe

Zuckerwatte, gebrannte Mandeln oder Quarkbällchen - Sandy Weigelt hat alles im Angebot. „Leider ist der Umsatz bisher nicht wie erhofft“, sagt die Chemnitzer Händlerin und glaubt, dass die Schuleinführung am heutigen Tag viele Gäste wegnimmt. Weil Süßes eher Nachmittagsgeschäft ist, hofft sie auf mehr Besucher. Am Sonntag ganz anders: Schlangestehen für Süßes. 

Chantal Brückner erwartet am Abend mehr Gäste an ihrer Cocktailbar.
Chantal Brückner erwartet am Abend mehr Gäste an ihrer Cocktailbar. ©  Rene Meinig

„Ich sag mal so, wir hatten gestern Abend nie Stress. Mir ist es lieber, wenn viel los ist, da vergeht die Zeit schneller", meint Chantal Brückner aus der Chemnitzer Eventfirma City Drinks. "Wir hoffen, dass es heute noch mehr wird. Vielleicht wäre das Kinder-Areal woanders auch besser aufgehoben, ich sehe hier auf dem Altmarkt eigentlich mehr den Treffpunkt für junge Leute.“

Guter Dinge auf dem Mittelalter-Markt: Marie Michaelis und Chef Herbie.
Guter Dinge auf dem Mittelalter-Markt: Marie Michaelis und Chef Herbie. ©  Rene Meinig

Marie Michaelis und Chef Herbie haben ihren Stand auf dem Mittelalter-Markt. „Ich bin das erste Mal dabei und muss sagen, dass nicht so voller Betrieb ist. Gestern Abend kamen immer kleckerweise Leute, und ab 0 Uhr war eigentlich nur noch Durchgangsverkehr. Viele sind weiter gelaufen und haben nicht lange verweilt. Was mir aufgefallen ist: Met wird gut in Dresden getrunken und die Atmosphäre ist entspannt.“ 

Die mit dem besten Ausblick

Carsten Hoffmann und Sarah Judka sind am Samstag die elf Etagen im Haus der Presse hochgefahren, um den Ausblick über Dresden zu genießen.
Carsten Hoffmann und Sarah Judka sind am Samstag die elf Etagen im Haus der Presse hochgefahren, um den Ausblick über Dresden zu genießen. © SZ/Kay Haufe

Lange Schlangen haben sich vor dem Aufzug am Haus der Presse gebildet. Viele Stadtfestgäste wollen sich den außergewöhnlichen Rundumblick von der Dachterrasse nicht entgehen lassen. „Wir haben es letztes Jahr verpasst, sind zu spät gekommen“, so Sarah Judka. Deshalb wollte sie mit ihrem Freund Carsten Hoffmann diesmal unbedingt rechtzeitig da sein. „Zehn Minuten Wartezeit waren  zu verkraften, dafür ist der Ausblick genial. Manches wie den Hügel im Ostragehege habe ich gar nicht erkannt“, sagt sie. 

Die Frau, die in Dresden negative Energien spürt

Seherin und Kartenlegerin Aline Berndt sagt: „Die Energien in Dresden sind schwierig“.
Seherin und Kartenlegerin Aline Berndt sagt: „Die Energien in Dresden sind schwierig“. © René Meinig

Erst war es für sie eine Bürde, dann erkannte sie ihre Gabe. Schon als Achtjährige  habe Aline Berndt bemerkt, dass sie Dinge sehen kann, die anderen verborgen blieben. „Verstorbene Menschen wie meine Großmutter haben Kontakt zu mir aufgenommen.“ Ihre Eltern haben das zunächst befremdlich gefunden. „Zu DDR-Zeiten war man diesen Dingen gegenüber skeptisch“, erzählt Berndt. Sie selbst nennt sich heute eine spirituelle Lebensbegleiterin, die Menschen auf den Weg der Heilung begleiten wolle. Auf dem Stadtfest legt sie Karten. Eine halbe Stunde dauere eine Sitzung in ihrem Zelt auf dem Mittelaltermarkt. „Viele kommen zum Spaß, doch nach fünf Minuten werden die meisten ganz still. Nicht selten fließen Tränen.“ Zum ersten Mal ist Berndt in Dresden. Die Energien in der Stadt beschreibt sie als schwierig. Dresden mache einen verschlossenen Eindruck. „Doch zurzeit ist ohnehin viel Wut und auch Trauer in den Menschen.“  

Die treuen Besucher

© SZ/Kay Haufe

Stadtfest? Jedes Jahr gebongt bei Victoria und Mario aus Dresden. Eigentlich haben beide nie einen Plan, was sie ansehen wollen. Doch dieses Jahr wollte Marios Neffe unbedingt Riesenrad fahren. „Und es war wirklich schön“, sagt Victoria. „Teuer, aber es lohnt sich.“ Jetzt geht's weiter. „Es ist wirklich viel los“, sagt Mario.

Die mit den schweren Maschinen

Andreas Precker mit seiner Frau Nicole und Helfer Alexander.
Andreas Precker mit seiner Frau Nicole und Helfer Alexander. © SZ/Kay Haufe

Es sind zwar nur drei Teams angetreten, aber die mussten beim Dampfwalzenziehen am Sonnabend um 11.30 Uhr auf dem Terrassenufer alles geben, um das 16 Tonnen schwere Teil zu bewegen. 

Schon rein optisch hat das Team Shamrock mit den starken Männern Eindruck gemacht, am Ende verwiesen sie die beiden anderen mit 53,5 Sekunden für knapp 100 Meter Dampfwalzenziehen auf die Plätze. Team Verkehrsmuseum verbesserte sich zum Vorjahr auf Platz zwei mit 57,5 Sekunden. Team Canaletto benötigte knapp eine Minute. Die Maschine von Andreas Precker kaufte er 1995 aus einem Museum. Sie hat 50 PS und ist Baujahr 1925. Gebaut wurde sie in Milano.

Die Retter hatten eine ruhige erste Nacht

Das gesamte Wochenende über sind 350 Sicherheitsleute im Einsatz, damit alles friedlich bleibt.
Das gesamte Wochenende über sind 350 Sicherheitsleute im Einsatz, damit alles friedlich bleibt. © René Meinig

Erfahrungsgemäß ist der Freitagabend für die Sanitäter auf dem Stadtfest wesentlich ruhiger als der Samstag. Bis 3 Uhr nachts waren Rico Bäßler und sein Team auf dem Stadtfest, rund um den Altmarkt, präsent. „Alles verlief ruhig, versorgt wurden unter anderem Kreislaufprobleme wegen des schwülen Wetters und in der Nacht auch alkoholisierte Personen. Das spielte sich aber alles im Normalbereich ab", so Bäßler. 

Auch die Polizei Dresden spricht von einem ruhigen Freitagabend. Am Rande habe es laut Einsatzleiter Volker Gulitz immer mal wieder Auseinandersetzungen mit alkoholisierten Personen gegeben, zu größeren Zwischenfällen sei es nicht gekommen. Am Theaterplatz hatten zwei junge Frauen eine sexuelle Belästigung bei den anwesenden Security gemeldet, der Täter konnte laut Gulitz aber nicht gestellt werden. 

Die mutige Charlotte

Die vierjährige Charlotte ist mit dem Riesenrad auf dem Postplatz gefahren und fand es toll.
Die vierjährige Charlotte ist mit dem Riesenrad auf dem Postplatz gefahren und fand es toll. © René Meinig

Am Postplatz steht die Attraktion des  Stadtfestes. In den Riesenrad-Kabinen des „Wheel of Vision“ drehen Dresdner und Gäste der Stadt drei Runden über der nächtlichen Kulisse. Vor dem Einlass hat sich eine kleine Schlange gebildet, von der Bühne schallt „Barbie Girl“ von Aqua herüber. Und nicht nur eine kleine Besucherin ist begeistert.

Die vierjährige Charlotte wollte unbedingt auf dem 55 Meter hohen Riesenrad fahren - und fand es toll. Ihre Mutter Melanie Weirich hat sich hingegen nicht getraut. Dafür aber ihre Freunde. „Der Mond ist gerade aufgegangen, das war schon sehr schön“, sagen die jungen Männer. „Nur ein bisschen kurz vielleicht.“

Vier Besucher aus dem Schwarzwald sind ebenso angetan: „Wir sind schon zweimal gefahren. Einmal bei Tag und jetzt bei Nacht. Es ist klasse. Man fühlt sich in den geschlossenen Kabinen sicherer als auf einem offenen Riesenrad“, meint Veronika Schweizer. Die Fahrt würde sie weiterempfehlen. 

Die Sportlichen in der Nacht

3.500 Läuferinnen und Läufer machten sich unter dem Beifall der Dresdner beim Nachtlauf auf die Strecke.
3.500 Läuferinnen und Läufer machten sich unter dem Beifall der Dresdner beim Nachtlauf auf die Strecke. ©  Rene Meinig

Am Freitagabend stehen auf der Wilsdruffer Straße Hunderte Sportler in neonfarbenen Anzügen bereit. Top-Athleten mit grünem Punkt auf der Startnummer dürfen ganz vorn starten. Zum traditionellen Nachtlauf treten etliche Dresdner und Läufer aus dem Umland an. Das Sportevent ist nur ein Höhepunkt am ersten Stadtfest-Abend.

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