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Dresden sucht nach einem Weg für würdiges Erinnern

Um das richtige Gedenken wird in Dresden oft gerungen. Welche Ereignisse und Personen sollten gewürdigt werden? An welchen Orten soll an sie erinnert werden? Um auch dem Missbrauch bestimmter Jahrestage...

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Um das richtige Gedenken wird in Dresden oft gerungen. Welche Ereignisse und Personen sollten gewürdigt werden? An welchen Orten soll an sie erinnert werden? Um auch dem Missbrauch bestimmter Jahrestage vorzubeugen, soll die Oberbürgermeisterin bis September 2013 ein Konzept zu den städtischen Aktivitäten an Gedenktagen vorlegen. „Debatten über Dresdner Geschichte wird es damit auch weiterhin geben – und das ist auch in Ordnung“, sagte CDU-Stadtrat Sebastian Kieslich gestern. Ein solches Konzept solle daher auch nicht als Korsett verstanden werden. Um jedoch schon bei der Erarbeitung eine große Zustimmung zu erreichen, wird ein beratender Ausschuss aus elf Stadtratsmitgliedern sowie vier Sachverständigen gebildet. Linken-Stadträtin Margot Gaitzsch forderte gestern, dabei auch die „demokratische Öffentlichkeit“ in die Debatte einzubeziehen, damit das Konzept den Bürgern nicht übergestülpt werde.

Zu den Ereignissen, die in Dresden in dem Ausschuss erörtert werden sollen, zählen unter anderem der Tag der Zerstörung Dresdens am 13.Februar 1945, der Tag der Befreiung am 8. Mai und der Volksaufstand vom 17. Juni 1953. Letzterer jährt sich 2013 zum 60. Mal. Auf Antrag der FDP wurde die OB beauftragt, dieses besondere Jubiläum in Dresden „angemessen würdig“ zu begehen. (SZ/fra)