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Supermärkte öffnen vor Ostern länger

Die Ketten fordern die Dresdner auf, ihre Einkäufe morgens und abends zu erledigen. Schutzvorkehrungen sorgen für lange Warteschlangen vor den Filialen.

Schokoladenosterhasen warten in den Supermärkten auf Kunden. Der Handel hofft, dass diese die Öffnungszeiten über den Tag verteilt nutzen.
Schokoladenosterhasen warten in den Supermärkten auf Kunden. Der Handel hofft, dass diese die Öffnungszeiten über den Tag verteilt nutzen. © Christian Juppe

Dresden. Lebensmittelhändler und Verbraucherzentralen haben die Sachsen bereits vor einigen Tagen dazu aufgerufen, den Ostereinkauf vorzuziehen und nicht auf den Gründonnerstag und Karsamstag zu legen. Um den Ansturm dennoch irgendwie zu bewältigen, reagieren nun einige Ketten und verlängern ihre Öffnungszeiten. Hintergrund ist, die große Nachfrage in den Supermärkten aufgrund der Corona-Krise auf den kompletten Tag zu verteilen. Dazu müssen die Kunden allerdings auch bereit sein, ihre Einkäufe zeitig morgens oder spät abends zu erledigen. 

So öffnet etwa Netto seine Geschäfte jetzt schon 6.30 Uhr morgens, "um die verstärkte Kundennachfrage zu den Ostertagen zu entzerren", wie Sprecherin Christina Stylianou auf SZ-Anfrage mitteilt. Ab kommender Woche sind die Filialen wieder wie gewohnt ab 7 Uhr geöffnet. 

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Kaufland fühlt sich auf den bevorstehenden Ansturm gut vorbereitet, denn die Filialen haben auch in Dresden ohnehin bis 22 Uhr geöffnet, an der Kohlenstraße bis 21 Uhr. Am Dienstagabend war etwa im Kaufpark Dresden-Nickern ein ganz entspannter Einkauf möglich. Sprecherin Andrea Kübler verweist darauf, dass die Geschäfte laufend und zu unterschiedlichen Zeiten beliefert werden, sodass auch zu späteren Tageszeiten die Warenversorgung sichergestellt sei. 

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Doch längst nicht alle Supermarktketten setzen auf längere Öffnungszeiten. "Alle rund 3.200 Lidl-Filialen haben an Ostern zu den gewohnten Öffnungszeiten geöffnet, aktuell sind keine Änderungen geplant", so Unternehmenssprecherin Sonja Kling. Mit Blick auf die Osterfeiertage sei man dennoch gut vorbereitet. 

Auch Rewe-Group-Sprecher Andreas Krämer teilt mit, dass es keine Notwendigkeit gebe, die Öffnungszeiten zu verändern. Das betrifft neben den Rewe-Märkten auch die Penny-Filialen, die zur Gruppe gehören. Auch Aldi verfährt in seinen Filialen so, dort werden die regulären Öffnungszeiten beibehalten.  

Einlasskontrollen: Lange Warteschlangen möglich

Um einen großen Andrang zu vermeiden, sollten die Kunden ihre Einkäufe aber auf die gesamten Öffnungszeiten verteilen. Alle jetzigen Schutzmaßnahmen bleiben weiterhin bestehen, weshalb mit längeren Wartezeiten zu rechnen sei. 

In den meisten Märkten werden seit vergangener Woche die Einkaufswagen desinfiziert, die Anzahl ist reduziert und Kunden dürfen nur noch mit dem Wagen rein. Damit kontrollieren Ordner, wie viele Menschen sich im Geschäft aufhalten. In den Kassenbereichen markieren Aufkleber auf dem Fußboden, wie groß der Abstand von Kunde zu Kunde sein soll. 

Das alles soll die mögliche Ansteckung mit dem Coronavirus vermeiden, verhindert aber auch einen zügigen Einkauf. Dabei könnten sich die Maßnahmen noch verschärfen: "Wir beobachten die täglichen Entwicklungen sehr genau und werden situativ bezüglich weiterer Maßnahmen entscheiden", so Lidl-Sprecherin Kling. 

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Worin sich alle Ketten einig sind: Über Ostern bleiben die Geschäfte zu. "An den Osterfeiertagen bleiben unsere Filialen – auch im Sinne unserer Filial-Teams –geschlossen", so Netto-Sprecherin Stylianou. Schon jetzt seien die Kollegen aufgrund der verstärkten Nachfrage an den Grenzen ihrer Belastbarkeit. "Eine ausreichende Warenversorgung unserer Filialen ist aber weiterhin sichergestellt."

Auch Rewe-Sprecher Krämer betont, dass die Mitarbeiter in dieser Ausnahmesituation auch mal Tage ohne Einsatz im Markt bräuchten.

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