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Dresden

So geht es mit der Elbterrasse weiter

Nach dem Tod des Betreibers sucht Eigentümer Stefan Wunderlich einen Nachfolger. Interessenten gibt es viele. Wann das Restaurant wieder öffnen soll.

Auf ihrer Website hatte die Elbterrasse vor wenigen Tagen über den Tod des Betreibers informiert.
Auf ihrer Website hatte die Elbterrasse vor wenigen Tagen über den Tod des Betreibers informiert. ©  Screenshot/SZ

Das Telefon steht nicht mehr still. Seitdem die Nachricht vom Tod des Elbterrassenbetreibers öffentlich wurde, meldeten sich rund 20 Interessenten, darunter wohl auch bekannte Dresdner Gastronomen, bei Eigentümer Stefan Wunderlich. Namen will er nicht nennen - und auch zum Todesfall will sich Wunderlich nicht äußern. 

Was die Zukunft von Restaurant und Biergarten am Kleinzschachwitzer Ufer in Laubegast betrifft, hat Wunderlich indes konkrete Pläne. "Es soll so schnell wie möglich weitergehen." Daran hänge schließlich seine Existenz, sagt der Dresdner, der selbst mit im Restaurantgebäude wohnt. 

Schon deshalb wolle er aber auf keinen Fall eine Partylocation mit lauter Musik, Tanzabenden und "Remmidemmi" aus der Elbterrasse machen. "Das soll gut in das Gebiet hier in Laubegast und Kleinzschachwitz passen", betont Wunderlich, der das Restaurant und den Biergarten 1997 gekauft und zeitweise auch selbst betrieben hat. 

Welcher Interessent den Zuschlag von ihm bekommt, wisse er jetzt noch nicht. "Es muss nicht unbedingt ein bekannter Gastronom sein, das Konzept ist mir wichtiger." Fest steht: Noch im Februar will er eine Entscheidung treffen. "Ich gehe davon aus, dass das Restaurant im März wieder öffnet." 

Ob das Inventar bleibt, ist noch nicht klar. Zunächst müsse der Nachlassverwalter des Verstorbenen prüfen, ob es Außenstände oder Erben gibt. Und ob der Saal mit Blick auf die Elbe und die Sächsische Schweiz, das Herzstück der Elbterrasse, weiter genutzt wird, hängt vom Konzept des neuen Betreibers ab. Geplant ist aber, dass auch weiterhin Familienfeiern in der Elbterrasse stattfinden sollen. Das Restaurant war eine beliebte Location für Hochzeiten und andere größere Feste. 

Die Elbterrasse hatte vor wenigen Tagen auf ihrer Website darüber informiert, dass das Restaurant aufgrund eines Todesfalles geschlossen bleibt und keine Reservierungen mehr entgegengenommen werden. Auch bestehende Reservierungen könnten nicht ausgeführt werden, denn es gebe keinen Nachfolger. 

Kurz zuvor hatte der Tod des Gastronomen Mimmo Calo die Dresdner Gastronomieszene schockiert. Für das Campagnola gibt es inzwischen eine Lösung. 

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