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TU-Rektor übernimmt Dresdner Privat-Uni

Hans Müller-Steinhagen wird Präsident der Dresden International University - und kümmert sich damit um die Weiterbildung von 2.000 Studenten aus 33 Ländern.

Zehn Jahre war Hans Müller-Steinhagen Rektor der TU Dresden, verlässt seinen Posten aber im August. Auch künftig bleibt er der Landeshauptstadt erhalten.
Zehn Jahre war Hans Müller-Steinhagen Rektor der TU Dresden, verlässt seinen Posten aber im August. Auch künftig bleibt er der Landeshauptstadt erhalten. © Christian Juppe

Dresden. Zehn Jahre leitete er die Technische Universität Dresden und machte sie zur "Exzellenzuniversität" - nun wechselt Professor Hans Müller-Steinhagen an die Dresden International University (DIU). Ab 1. Oktober dieses Jahres übernimmt er als Präsident die private Weiterbildungsuniversität, an der 2.000 Studenten aus 33 Ländern lernen. Seine Amtszeit an der TU endet am 17. August.

Müller-Steinhagen folgt damit dem Mediziner Richard H. W. Funk auf die Position an der DIU, die Funk seit 2018 inne hatte. In seiner Zeit baute Funk vor allem die akademische Weiterbildung im Bereich Medizin und Gesundheitswesen aus und steht als wissenschaftlicher Leiter in einigen Studiengängen auch weiterhin der DIU zur Verfügung. 

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Hans Müller-Steinhagen hatte für die Zeit nach seinem Ausscheiden aus der TU Dresden zahlreiche Angebote aus dem In- und Ausland. Dass er sich trotzdem entschlossen hat, die Präsidentschaft der DIU zu übernehmen, hat mehrere Gründe. "Zum einen habe ich als Rektor der TU Dresden und Vorsitzender des Aufsichtsrates der DIU einen sehr guten Einblick in die Geschicke der DIU, die ja sehr eng mit der TU Dresden verwoben ist." Die Zusammenarbeit wolle er weiter ausbauen. Zum anderen freue er sich, dass seine Arbeit an der DIU letztlich auch der TU zu Gute kommen werde. "Denn mein Herz schlägt für beide Einrichtungen."

Auch Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) begrüßt es, dass Müller-Steinhagen weiterhin in Dresden bleibt. Es freue ihn, dass er damit die Entwicklung der für den Freistaat wichtigen Privatuniversität vorantreiben wird. 

Ulrich Bremer und Joachim Niemeier, beide DIU-Geschäftsführer, bezeichnen Müller-Steinhagen als herausragenden Hochschulmanager. Die DIU werde davon vor allem im Ausbau hochkarätiger Managementstudiengänge profitieren. Von seiner bisherigen Position kenne er die Organisationsabläufe gut, was ihm einen schnellen Start ermögliche. Müller-Steinhagen ist der sechste Präsident der DIU. 

Der heute 66-Jährige diplomierte 1980 im Fach Maschinenbau an der Universität Karlsruhe, promovierte dort vier Jahre später in Verfahrenstechnik. 1999 habilitierte er sich an der Universität Erlangen-Nürnberg. Nach der Promotion lehrte und forschte er 16 Jahre an Universitäten in Kanada, Neuseeland und England, bevor er 2000 den Ruf als Direktor des Instituts für Technische Thermodynamik am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt und des Instituts für Thermodynamik und Wärmetechnik an der Universität Stuttgart annahm. 

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2010 wechselte er nach Sachsen und entwickelte die Technische Universität Dresden als Rektor in zwei Amtszeiten zu einer der führenden Universitäten Deutschlands. Müller-Steinhagen ist verheiratet und hat einen Sohn.

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