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Vonovia will weitere Lücke bebauen

In der Pirnaischen Vorstadt entstehen schon Häuser in Innenhöfen. Auch für das Stadtzentrum gibt es Pläne.

Zwischen diesen Häusern an der Freiberger Straße in Dresden will Vonovia bauen.
Zwischen diesen Häusern an der Freiberger Straße in Dresden will Vonovia bauen. © Christian Juppe

Dresden. Wohnungen statt Grünanlagen: Der Großvermieter Vonovia folgt den aktuell vorherrschenden Stadtplanungszielen und verdichtet Wohnquartiere in der Innenstadt. Zunächst will der Konzern Innenhöfe in der Pirnaischen Vorstadt bebauen. Ende Mai soll es losgehen, informierte Vonovia in der vergangenen Woche die Mieter. Fünf Neubauten entstehen im Quartier Seidnitzer, Zirkus- und Mathildenstraße. Noch befinden sich dort Wiesen und Bäume. "Dresden braucht neuen, bezahlbaren Wohnraum", heißt es in dem ausgehängten Schreiben. "Vonovia möchte dazu aktiv ihren Beitrag leisten."

Offenbar sind die Baupläne in der Pirnaischen Vorstadt nur der Anfang. Das Unternehmen hat für die Verdichtung eines weiteren Wohngebiets nun ebenfalls eine Baugenehmigung erhalten. Es geht um die Fläche an der Freiberger Straße, gegenüber des Schwimmsport-Komplexes. Dort besitzt Vonovia bereits zwei Hochhäuser. Der Raum dazwischen ist Grünfläche.

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Auf diesem Gelände soll nun ein Sechsgeschosser mit 27 Wohnungen gebaut werden, teilt das Bauaufsichtsamt der Stadt mit. Außerdem seien eine Gewerbeeinheit sowie eine Tiefgarage mit 20 Stellplätzen darin vorgesehen. Auch eine Fahrradgarage für 28 Räder plant Vonovia. Bereits im Oktober habe der Vermieter eine entsprechende Genehmigung erhalten.

Wann die Arbeiten beginnen werden, kann das Unternehmen derzeit nicht sagen. "Leider haben wir noch keine definitiven Neuigkeiten zu dem Projekt", so Sprecher Matthias Wulff. Zu der Frage, ob die beiden Hochhäuser vorher oder anschließend saniert werden könnten, machte Wulff keine Angaben.

Auch im Bereich der Inneren Neustadt, genauer gesagt zum Neustädter Markt hin, und in der westlichen Seevorstadt plant das Unternehmen eine sogenannte Verdichtung. Am Goldenen Reiter hat es in den vergangenen Monaten viele Gespräche mit Mietern gegeben. So war ursprünglich ein Durchbruch an den Plattenbauten vorgesehen, wodurch Wohnungen weggefallen wären. Inzwischen haben sich die Stadtverwaltung und Vonovia darauf geeinigt, den östlichen Plattenbau zu erhalten und zu sanieren. Die Stadt hält also nicht an dem Durchbruch in den Innenhof fest, den sie bislang als wünschenswert bezeichnet hatte. Inzwischen spricht Vonovia mit den Mietern zusammen über die geplanten Renovierungen der Treppenhäuser, die Modernisierung von Wohnungen sowie die Gebäude- und Wohnumfeldgestaltung.

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Bereits vor drei Jahren hatten die Pläne des Großvermieters für Ärger gesorgt. Nun sollen in der Pirnaischen Vorstadt fünf Neubauten errichtet werden.

Vonovia besitzt in Dresden etwa 39.000 Wohnungen. Der Konzern stellt damit reichlich 13 Prozent des gesamtes Wohnraums in der sächsischen Landeshauptstadt. Die Miete liegt mit 6,19 Euro kalt pro Quadratmeter etwas unter dem Dresdner Durchschnitt von 6,48 Euro. 

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