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Jetzt wackelt der Start in die Eishockey-Saison wieder

Für die Teams in der zweiten Liga sollte es am 2. Oktober losgehen. Doch nun muss neu beraten werden. Das betrifft auch die Dresdner Eislöwen und Lausitzer Füchse.

Grillen mit den Fans: Eislöwe Kevin Lavalle sorgt beim Treffen am Freitag für den guten Geschmack. Aber wann er und seine Mitspieler wieder um Punkte sielen, ist derzeit offen.
Grillen mit den Fans: Eislöwe Kevin Lavalle sorgt beim Treffen am Freitag für den guten Geschmack. Aber wann er und seine Mitspieler wieder um Punkte sielen, ist derzeit offen. © © by Matthias Rietschel

Dresden. Es schien alles klar zu sein: Am 2. Oktober sollte die neue Saison in der zweiten Eishockey-Liga (DEL 2) starten. Doch nun sieht es so aus, als könnten diese Planungen noch einmal über den Haufen geworfen werden. Am Freitag wird es deshalb eine Telefonkonferenz der Vereinschefs geben. Denn gegenwärtig spricht mehr dagegen als dafür, dass der Re-Start nach der Corona-Krise wie geplant erfolgen wird.

Das bestätigte Maik Walsdorf, der kaufmännische Geschäftsführer der Dresdner Eislöwen, am Freitagabend beim traditionellen Sommer-Grillfest mit den Fans – natürlich unter Corona-Auflagen. „Ich kann heute keine klare Aussage dazu abgeben, ob wir den Termin halten können“, erklärte er offiziell auch den knapp 200 Anhängern. Das gegenwärtige Problem ist, dass das Hygiene- und Sicherheitskonzept des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) für die DEL 2 sehr anspruchsvoll ist, die Voraussetzungen für die Umsetzung in den verschiedenen Bundesländern jedoch sehr, sehr unterschiedlich sind.

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„Unser Hygienekonzept geht von einer Vollauslastung im Sitzplatzbereich sowie 50 bis 60 Prozent Auslastung bei den Stehplätzen aus. Das ist ein sehr ambitioniertes Ziel“, sagt Walsdorf. In Dresden ließe sich das umsetzen – ein Okay des Gesundheitsamtes Dresden steht aber noch aus. Offensichtlich wurde das Konzept in Bezug auf Zuschauer auch so ehrgeizig formuliert, weil man davon ausgeht, dass es ohnehin Abstriche geben wird.

"Alle drei sächsischen Klubs könnten spielen"

Stand heute – und bei ansteigenden Infektionszahlen sowieso – erwarten die DEL2-Funktionäre vor allem bei den Klubs aus Bayern wie beispielsweise in Landshut oder Baden-Württemberg erhebliche Bedenken über einen Saisonstart zum 2. Oktober. „Da können wir in Sachsen noch so ein sehr, sehr gutes Konzept haben. Alle drei sächsischen Klubs könnten spielen", sagt Walsdorf und meint außer den Eislöwen auch die Lausitzer Füchse in Weißwasser sowie Crimmitschau. "Aber wir wollen und müssen das an allen Standorten hinbekommen. Ich bin zweckoptimistisch, aber auch Realist“.

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Gegenwärtig sehe er die Chancen auf einen planmäßigen Start der DEL2-Saison bei 30:70. Möglich, dass deshalb am Freitag auch über andere Optionen diskutiert wird: Zum Beispiel später zu starten und die Endrunde zu verknappen.Immerhin vermeldete der Zweitligist einen weiteren personellen Fakt: Vladislav Filin kehrt nach Dresden zurück. Der Stürmer stürmte bereits in der Saison 2015/16 für Dresden, als die Eislöwen das Halbfinale erreichten. Der 25-Jährige stand zuletzt beim Erstligisten in Straubing unter Vertrag. Erstliga-Angebote hatte er auch diesmal, allerdings sollte er dort keine führende Rolle ausfüllen. Die verspricht er sich in Dresden. „Ich habe nur gute Erinnerungen. Die Eislöwen waren meine erste Wahl in der DEL2. Ich weiß, dass wir als Team etwas erreichen können“, sagte er.

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