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Dresden: Wie lange können Weihnachtsmärkte öffnen?

Am Donnerstag wird der Stadtrat entscheiden, wie der Striezelmarkt und die thematischen Weihnachtsmärkte öffnen dürfen. Dazu gibt es mehrere Vorschläge.

Si wie voriges Jahr wird es den Striezelmarkt 2020 auf keinen Fall geben. Alles wird auf einem größeren Raum verteilt und entzerrt.
Si wie voriges Jahr wird es den Striezelmarkt 2020 auf keinen Fall geben. Alles wird auf einem größeren Raum verteilt und entzerrt. © (c) Christian Juppe

Dresden. Schon in der Woche vor dem Totensonntag oder doch erst am Montag danach? An dieser Frage, ob der Striezelmarkt und die thematischen Weihnachtsmärkte länger als bisher öffnen dürfen, scheiden sich die Geister der Stadtratsfraktionen. An diesem Donnerstag soll der Stadtrat darüber entscheiden. Einig sind sich die Abgeordneten indes beim Anliegen, den Dresdner Händlern, Gastronomen und Hoteliers helfen zu wollen, für die das Weihnachtsgeschäft besonders wichtig ist.

Die FDP-Fraktion möchte die Märkte deshalb bereits am 19. November öffnen lassen, "natürlich bleiben sie am Totensonntag aber zu", sagt Fraktionschef Holger Zastrow. Damit würde der Totensonntag noch einmal  gestärkt, aber die Händler hätten auch ein weiteres Verdienstwochenende.  Zastrow bezieht dies auf den Freitag und Samstag, an denen besonders gute Umsätze zu erwarten sind. Dresden sei die Weihnachtshauptstadt Deutschlands  und könne dies durch die Verlängerung noch bekräftigen. "Jeder in der Branche braucht diesen Strohhalm, die Stadt sollte den Händlern, Gastronomen und Hoteliers diese Chance geben", erklärt Zastrow.  

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Mit dieser Haltung steht er jedoch fast allein da. Für die CDU kommt eine Eröffnung vor dem Totensonntag nicht infrage. "Der Kompromiss, den Striezelmarkt am 23. November drei Tage eher als sonst üblich zu öffnen, ist begrüßenswert", sagt Fraktionsvorsitzender Peter Krüger. Damit stimmt er mit den Grünen, der SPD und den Linken überein. Einen Start vor dem Totensonntag lehnen diese ebenfalls ab.  "Allerdings kann heute niemand mit letzter Sicherheit sagen, ob alle Weihnachtsmärkte tatsächlich stattfinden können und unter welchen Bedingungen das möglich sein wird. Darüber sollte zügig Klarheit geschaffen werden", sagt der Fraktionsvorsitzende André Schollbach.

Eine schnelle Entscheidung der Stadt dazu erwarten auch die Freien Wähler. "Die Marktbetreiber brauchen jetzt Klarheit, um die Märkte zu organisieren und alles vorzubereiten", sagt Fraktionsgeschäftsführer Thomas Blümel. Grundsätzlich sei man für eine Verlängerung ab dem 23. November.  Die AfD-Fraktion will auf jeden Fall eine Verlängerung, um die Händler zu unterstützen und kann sich sogar die Öffnung vor dem Totensonntag vorstellen.

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Zur Diskussion steht zur Stadtratssitzung am Donnerstag auch, die thematischen Weihnachtsmärkte sogar bis zum 3. Januar zu verlängern, was die meisten Fraktionen begrüßen. Die SPD sieht darin jedoch mögliche rechtliche Probleme, die auf die Stadt zukommen könnten. Denn in der Ausschreibung wurden die Märkte auf den kürzeren Zeitraum bis zum Heiligabend begrenzt. Eine Ausdehnung sei maximal um zehn Prozent möglich, hatte die Verwaltung informiert. "Das ist mit den drei Tagen ausgeschöpft, die auch diese Märkte eher beginnen könnten", sagt Stefan Engel von der SPD-Fraktion. "Wir stimmen keiner Lösung zu, die eventuell rechtliche Schwierigkeiten bedeutet." 

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