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Zoo Dresden: Tiere wurden gezählt

Weniger Tierarten, aber konstante Besucherzahlen zeigt ein Fünf-Jahres-Vergleich im Dresdner Zoo. Beim Wiegen der Ameisenbären sind Tricks gefragt.

Der kleine Ameisenbär Bonita brachte 720 Gramm auf die Waage. Ihn dort hin zu bringen, war jedoch nicht leicht, wie auch unser Video zeigt.
Der kleine Ameisenbär Bonita brachte 720 Gramm auf die Waage. Ihn dort hin zu bringen, war jedoch nicht leicht, wie auch unser Video zeigt. © Marion Doering

So viele fremde Leute, da will die kleine Bonita natürlich unbedingt bei ihrer Mama bleiben. Während Kiwi, das große Tamandua-Weibchen, aufgeregt durch den Käfig läuft, in dem die Waage steht, klammert sich ihr im November geborener Nachwuchs an ihr Hinterteil. 

Nur zum Wiegen pflückt Tierpfleger Olaf Lohnitz die kleine Bonita kurz ab und setzt sie vorsichtig auf die Waage auf dem Tisch. Während der Prozedur wird die Mama mit Honig besänftigt. 720 Gramm, das ist okay. Kurz nach der Geburt war es etwa die Hälfte. Der kleine Ameisenbär entwickelt sich gut. 

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Mit Honig wird Tamandua-Weibchen Kiwi auf die Waage gelockt.
Mit Honig wird Tamandua-Weibchen Kiwi auf die Waage gelockt. © Marion Doering

Wie jedes Jahr steht im Januar im Dresdner Zoo wieder die Jahresinventur an. Die Vollzählung hat zwar kaum eine Bedeutung aus wissenschaftlicher Sicht, dafür aber für den obligatorischen Jahresbericht.

"Den größten Aufwand bei der Zählung haben die Kollegen bei den Vögeln und Fischen", sagt der Zoologische Leiter Wolfgang Ludwig. Bei den Säugetieren ginge die Inventur schnell. Die Insekten würden dagegen gar nicht gezählt.

Dabei wäre das zumindest bei den Dschungelnymphen kein großes Problem. Die Weibchen dieser Riesengespenstschrecke können bis zu 80 Gramm auf die Waage bringen, sagt Pfleger Olaf Lohnitz. Damit gehörten sie zu den schwersten Insekten überhaupt.

Dschungelnymphen gehören zu den Giganten unter den Insekten. Die Messung dieses Exemplars ergibt stattliche 14 Zentimeter.
Dschungelnymphen gehören zu den Giganten unter den Insekten. Die Messung dieses Exemplars ergibt stattliche 14 Zentimeter. © Marion Doering

Nachdem alle Reviere ihre Formulare bereits ausgefüllt haben, läuft in diesen Tagen der Abgleich mit den Vorjahreszahlen. Vorläufige Ergebnisse gibt es aber bereits. So ist die Zahl der Tierarten und einzelnen Tiere im Vergleich zum Vorjahr weitgehend gleich geblieben. Im Fünf-Jahres-Vergleich zeigt sich allerdings, dass die Artenzahl im Zuge des Zooumbaus um etwa zehn Prozent auf nun 243 Arten verringt wurde.

Die Besucherzahlen sind im Vergleich zu 2015 konstant geblieben. Nachdem 2018 erstmals seit 1990 mehr als 900.000 Gäste gezählt worden waren, waren es 2019 rund 880.000.

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