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Letzte Arbeiten an Dresdner Sempergalerie

Die Gemäldegalerie im Zwinger ist bereits wieder geöffnet. Warum trotzdem noch einiges zu tun bleibt.

Bauzäune prägen derzeit das Bild vor der Gemäldegalerie. Dafür gibt es mehrere Gründe.
Bauzäune prägen derzeit das Bild vor der Gemäldegalerie. Dafür gibt es mehrere Gründe. © Sven Ellger

Dresden. Seit 2013 war die Sempergalerie im Zwinger eine Großbaustelle. Die Gerüste waren bereits im September vergangenen Jahres gefallen. Zwar konnte die Gemäldegalerie am 28. Februar wiedereröffnet und nach der coronabedingten Schließung in der vergangenen Woche erneut eröffnet werden. Doch gearbeitet wird vor dem Gebäude noch immer. Das wird an den Bauzäunen deutlich.

Landschaftsbauer hatten in den vergangenen Monaten die markante Freifläche vor der Gemäldegalerie neu gestaltet. So wurden Pflanzflächen erneuert und Blumen angepflanzt. Außerdem wurden die Wege mit einer wassergebundenen Decke wieder angelegt. Die letzten Arbeiten sollen in den kommenden Tagen abgeschlossen werden, teilt Sprecher Alwin-Rainer Zipfl vom Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) mit. 

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So werden die letzten Wegedecken und Pflasterwege wieder hergestellt. "Die wassergebundenen Wegebereiche werden aber noch bis Pfingsten vor dem Betreten geschützt, da diese sich erst nach dem Einbau verfestigen müssen", erklärt Zipfl. Deshalb bleiben vorerst die Bauzäune stehen.

Neu gestalet ist die Grünfläche vor der Sempergalerie. Allerdings bleibt sie noch bis Pfingsten gesperrt, damit sich die neuen Wege verfestigen können.
Neu gestalet ist die Grünfläche vor der Sempergalerie. Allerdings bleibt sie noch bis Pfingsten gesperrt, damit sich die neuen Wege verfestigen können. © SZ/Peter Hilbert

Bauzäune stehen auch direkt am Durchgang der Sempergalerie. Und das aus zwei Gründen. Einerseits wurden zwei große Sandsteine am Sockel des Durchgangspfeilers getauscht. "Die Arbeiten waren eigentlich in einer kommenden Schließzeit vorgesehen", erläutert Zipfl. "Durch die Schließung der Museen und den wenigen Besucherverkehr in den letzten Wochen hat es sich aber angeboten, den Zeitraum hierfür zu nutzen." 

Die Arbeiten konnten zwar am vergangenen Freitag beendet werden. Doch der Zaun muss noch einige Tage stehen bleiben. Denn nach Abschluss der Natursteinarbeiten muss die Pflasterfläche am Fuße des Pfeilers wieder hergestellt werden.

Erneuert wurden die Sandsteine an den Sockeln der Pfeiler neben dem Durchgang zur Gemäldegalerie.
Erneuert wurden die Sandsteine an den Sockeln der Pfeiler neben dem Durchgang zur Gemäldegalerie. © SZ/Peter Hilbert

Andererseits stehen Bauzäune am Hauptweg vom Theaterplatz zum Zwinger, da die Drewag Arbeiten an Trinkwasserleitungen ausführen lässt. Eine abzweigende alte Leitung, die den Theaterplatz kreuzt, wird stillgelegt. Sie wird nicht mehr benötigt wird. Diese Arbeiten sollen der Drewag zufolge noch diese Woche abgeschlossen werden, sodass diese Bauzäune wieder verschwinden können.

Die 1855 fertiggestellte Sempergalerie musste ab 2013 dringend saniert werden, da es erhebliche Wasserschäden gab. Ende 2013 begannen die Arbeiten im Ostflügel. Sie waren sehr aufwendig und verzögerten sich bis 2015. Dabei musste ein unterirdischer Stollen im bergmännischen Verfahren gebaut werden, der jetzt den Ost- und den Westflügel verbindet. Ebenfalls neu gebaut wurden das Treppenhaus an der Ostseite und Aufzugsanlagen. Der Freistaat hat knapp 50 Millionen Euro dafür investiert.

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