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Dresdens Flughafen hat die billigsten Parkplätze

Anderswo ist das Abstellen des Autos teurer als der Urlaub. Dennoch sinkt die Zahl der Passagiere in Klotzsche weiter.

Im Übergang zwischen Parkhaus und Flughafengebäude in Dresden.
Im Übergang zwischen Parkhaus und Flughafengebäude in Dresden. ©  Rene Meinig

Dresden. Am Flughafen von Frankfurt am Main kostet eine Stunde Parken so viel wie in Dresden eine Woche. Das geht aus einer Analyse des Fluggasthelfer-Portals Airhelp hervor. 

Danach bietet der Airport in Klotzsche auch 2019 bundesweit die günstigsten Plätze an: insgesamt rund 3 000, gefolgt von Leipzig-Halle und mit großem Abstand zu den elf anderen untersuchten Airports.

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Der Dienstleister hat Unterschiede von 195 Euro pro Woche und extreme Teuerung festgestellt. Während Reisende in Dresden wie im Vorjahr ab 15 Euro pro Woche parken können, werden in Frankfurt mindestens 210 Euro – 50 Prozent mehr als 2018 – fällig, wenn nicht mit Online- oder Frühbucherrabatt reserviert wurde. Außer in Sachsen und Bremen wurde Parken im Vergleich zum Vorjahr bundesweit teurer.

Demnach ist selbst Kurzparken an keinem deutschen Flughafen mehr gratis. In Stuttgart und Hamburg dürften immerhin Elektroautos noch eine Stunde kostenfrei stehen, heißt es. In Dresden zahlten „Bringer“ und Abholer 3,50 Euro pro Stunde, an beiden Berliner Flughäfen je zwölf, in Frankfurt 15 und in Köln-Bonn gar 24 Euro.


Parkpreise pro Woche im Vergleich
Parkpreise pro Woche im Vergleich © SZ

„Eine Woche Parken kostet an manchem Flughafen mehr als ein Flugticket oder sogar mancher Urlaub“, kommentiert Laura Kauczynski von Airhelp, einem Inkasso-Dienstleister, der Reisenden gegen eine Erfolgsprovision hilft, Entschädigungen für Flugverspätung oder -ausfall einzufordern. Die Repräsentantin rät zur günstigeren Onlinebuchung vorab, oder zum Ausweichen auf billigere Privatplätze in der Nähe. Deren Betreiber würden oft Shuttlebusse zum Terminal anbieten, sagt sie.

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„Günstiges Parken ist neben kurzen Wegen, guter Anbindung und Pünktlichkeit sowie wenig Ausfällen einer unserer Standortvorteile“, sagt Uwe Schuhart, Sprecher der Mitteldeutschen Flughafen AG, zu der Dresdens Airport gehört. Dennoch sinkt die Zahl der Passagiere. Bis Ende Juni wurden dort 716 045 Reisende gezählt, 9,3 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum – auch wegen der Pleite von Germania.

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