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Dresdner Altmarkt wird aufgerissen

Allerdings fällt die Sanierung kleiner aus, als es die Stadtverwaltung eigentlich wollte.

Der Dresdner Altmarkt muss saniert werden - schon wieder.
Der Dresdner Altmarkt muss saniert werden - schon wieder. © René Meinig

Der Altmarkt wurde doch erst umgestaltet, werden viele Dresdner denken. Tatsächlich ist es keine zehn Jahre her, dass unter dem Platz eine Tiefgarage entstand und obendrauf neues Pflaster kam. Nun muss der Altmarkt abermals aufgerissen werden – allerdings für weniger Geld, als zunächst angenommen.

Die Stadtverwaltung hatte eine umfassende Sanierung vorgeschlagen. Der Platz sollte bis zur Oberkante der Tiefgarage komplett aufgerissen werden und absenkbare Poller als Terrorabwehr erhalten. Kosten: rund 7,3 Millionen Euro. Ein Grund ist, dass die Striezelmarkt-Händler nur über Umwege an Strom gelangen. Als vor zehn Jahren umgebaut wurde, hatten Arbeiter unterirdisch neue Stromverteiler installiert. Und zwar so, dass die Striezelmarkt-Händler schnell herankommen, ohne großartig Verlängerungskabel über den halben Platz ziehen zu müssen. Doch über die Jahre wurden die Stände neu angeordnet. Also mussten oberirdisch Kabel gezogen werden. Damit die Striezelmarkt-Besucher nicht darüber stolpern, wurden Kabelbrücken mitten auf die Wege gelegt. Besonders für ältere Menschen, Rollstuhlfahrer und Eltern mit Kinderwagen stellten sich die Plastikhügel als Hindernisse dar. Zwei weitere Gründe: Bis heute sickert Regenwasser unters Pflaster und staut sich. Außerdem ist das vor zehn Jahren verbaute Material permanent feucht, weshalb die Stadt an der Tragfähigkeit zweifelt.

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Anstatt den gesamten Platz aufzureißen, sollen nur noch einzelne Stränge auf dem Altmarkt geöffnet werden, um neue Drainagen und Stromleitungen zu legen. Das hat der Stadtrat am Freitagabend beschlossen. Das Pflaster wird nicht komplett ausgetauscht. Die Kosten reduzieren sich vermutlich auf etwa 3,3 Millionen Euro. Allerdings soll auf den Hauptrouten geschnittenes, also flaches Pflaster, gelegt werden. Das würde Rollstuhlfahrern und Menschen mit Rollatoren das Fortbewegen erheblich erleichtern. Was das zusätzlich kosten wird, ist noch unklar.

Geplant war es bis zuletzt, dass die Arbeiten im März 2020 beginnen. In der ursprünglichen Variante mit dem Komplettaufriss hatte die Stadt mit einer Bauzeit von reichlich einem Jahr gerechnet.