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Dresdner Baumprojekt auf der Kippe

Eine halbe Million Bäume soll in Dresden gepflanzt werden. Aber die Stiftung hinter dem Projekt beklagt fehlende Spenden. Nun muss etwas passieren.

An einer der Baumpflanzaktionen im vergangenen Jahr auf dem Gelände der Stadtentwässerung Dresden beteiligten sich auch Oskar (l.) und Emil.
An einer der Baumpflanzaktionen im vergangenen Jahr auf dem Gelände der Stadtentwässerung Dresden beteiligten sich auch Oskar (l.) und Emil. © Sven Ellger

Dresden. Bei den ersten Bäumen und Büschen, die 2019 in die Erde kamen, öffnen sich gerade die Knospen. Die Stadt wird dadurch ein bisschen grüner, die Luft ein bisschen besser. Aber das soll erst der Anfang sein.

Die Macher hinter dem Pflanzprojekt "Mein Baum - Mein Dresden" verfolgen noch immer das ehrgeizige Ziel, im Dresdner Stadtgebiet insgesamt eine halbe Million Bäume zu pflanzen - einen für jeden Einwohner. Über eine Spendenkampagne im Internet wurde Geld gesammelt. Ein Baum kostete drei Euro. Um das Ziel zu erreichen, wären daher 1,65 Millionen Euro nötig gewesen.

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Zusammen kamen zunächst einmal 220.000 Euro. Das reicht für 73.000 Bäume, von denen im vergangenen Jahr zunächst knapp 30.000 Stück in vier großen Pflanzaktionen in die Erde kamen.

So viel zu den Zahlen. Auch wenn die Spendenkampagne beendet ist, wollen die Macher das Projekt unbedingt fortsetzen, an dem zuletzt auch zahlreiche andere Städte in ganz Deutschland großes Interesse zeigten.

Doch auch auf das Baumprojekt hat die Corona-Krise Auswirkungen. Die nächsten Pflanzungen sind für den Herbst geplant. Dann soll es eigentlich wieder große Aktionen mit Hunderten Teilnehmern geben. Allerdings warten die Macher mit der Bekanntgabe konkreter Termine, denn noch ist unklar, wann derartige Großveranstaltungen überhaupt wieder stattfinden dürfen. Ziel  der Macher ist, in diesem Jahr noch zwischen 30.000 und 60.000 Bäume zu pflanzen.

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Einer der wichtigsten Partner des Projekts ist die Dresdner Stiftung Wilderness International, die Flächen sucht und die Baumpflanzungen fachlich unterstützt. "Wie fast alle andere Stiftungen haben auch wir gerade sehr zu kämpfen", sagt der Vorsitzende Kai Andersch, "aber wir sind fest entschlossen, dieses große Gemeinschaftsprojekt weiter voranzutreiben". Bis zur Hauptpflanzzeit im Herbst, so hofft er, werde sich die Situation wieder normalisieren, auch wenn am Ende gewaltige Spendeneinbußen zu Buche stehen würden. 

"Wir können deswegen jetzt nicht einfach aufgeben", sagt Andersch. "Gerade Corona zeigt uns doch, dass wir uns mehr um unsere Erde kümmern müssen."

Der Anfang ist gemacht. Bei einer ersten Bestandsaufnahme in diesem Frühjahr zeigte sich laut Andersch, dass mehr als 90 Prozent der bislang gepflanzten Bäume und Sträucher sich prächtig entwickelt haben.

Spenden ab 60 Euro (20 Bäume) können auf das Spendenkonto "MeinBaum-MeinDresden" überwiesen werden. Kontoinhaber: Stiftung Wilderness International, Verwendungszweck: Vorname, Nachname, Adresse für Spendenquittung, E-Mail-Adresse, IBAN: DE94 8502 0086 0015 549 7 18, BIC: HYVEDEMM496

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