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Dresden

Kommt die Dresdner Corona-Hilfe?

Freiberufler, Selbständige und Kleinstunternehmer sollen ab Freitag 1.000 Euro beantragen können. Noch muss aber der Dresdner Stadtrat zustimmen.

Das Dresdner Hilfspaket soll Freiberuflern, Selbständigen und Kleinstunternehmern mit je 1.000 Euro über die Runden helfen.
Das Dresdner Hilfspaket soll Freiberuflern, Selbständigen und Kleinstunternehmern mit je 1.000 Euro über die Runden helfen. ©  Patrick Pleul/dpa (Symbolbild)

Dresden. Genau 1.000 Euro Soforthilfe sollen Dresdner Freiberufler, Selbstständige und Kleinstunternehmer beantragen können, wenn sie durch die Coronavirus-Krise in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind. Mit rund 5.000 Anträgen rechnet die Stadtverwaltung und will deshalb fünf Millionen Euro bereitstellen. Vorausgesetzt, der Stadtrat stimmt dem am Donnerstag zu.

Mehrere Fraktionen haben bereits am Mittwoch Zustimmung zum Vorschlag von Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) signalisiert. "Es ist wichtig, dass die von der Corona-Krise betroffenen Menschen jetzt unbürokratisch und zügig Unterstützung von Stadt und Staat erhalten", sagt Linke-Fraktionschef André Schollbach. Dazu könnten auch die Soforthilfen für Kleinstunternehmer, Selbständige und Freiberufler einen wichtigen Beitrag leisten.

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Auch Christin Sturm von der SPD-Fraktion stuft die Soforthilfe als ein wichtiges Signal ein. "Die Soforthilfe für Kleinstunternehmen unterstützten wir vollumfänglich - insbesondere vor dem Hintergrund, dass mehr als 70 Prozent der Unternehmen in diese Kategorie fallen." Von oberster Priorität sei für die Fraktion, dass alle Antragsteller bis zu einem Stichtag diese Hilfe bekommen. "Dennoch ist dies nur ein kleiner Tropfen auf dem heißen Stein Namens Corona. Wir fordern den Oberbürgermeister daher auf, sich auf Landesebene und beim Städtetag für mehr Zuschüsse einzusetzen, da Darlehen vielen Unternehmen nicht helfen und Arbeitsplätze gefährden."

Die CDU im Stadtrat hat ebenfalls Zustimmung angekündigt. Ziel sei eine wenig bürokratische, sofort wirkende Unterstützung, so Steffen Kaden, der wirtschaftspolitische Sprecher. Die Zustimmung zu dem Vorschlag der Stadtverwaltung gilt damit als reine Formsache.

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Die 1.000 Euro sollen sozusagen geschenkt werden. Das heißt, die Stadtverwaltung verzichtet auf eine Rückzahlung, wenn die Corona-Krise überstanden ist. Voraussetzung für die Auszahlung ist unter anderem, dass man Kleinstunternehmer im Sinne der EU-Vorschriften, hauptberuflicher Selbständiger oder hauptberuflicher Freiberufler ist, und darüber hinaus in Dresden ansässig ist. Darüber müssen alle Antragsteller einen Nachweis abgeben. Die konkrete Richtlinie, die alles klärt, finden Sie hier.

Bis zum 31. Mai sollen Anträge angenommen werden, heißt es in der Richtlinie. Anschließend wird das Amt für Wirtschaftsförderung entscheiden. Ab Mitte nächster Woche soll die Auszahlung beginnen, hatte Robert Franke angekündigt, der das Amt für Wirtschaftsförderung leitet.

Das Online-Antragsformular ist bereits am Dienstag veröffentlicht worden. Es sei so häufig angeklickt worden, dass es zu Verzögerungen auf der Website gekommen sei, so die Stadt am Mittwoch. 

Wer die Ratssitzung am Donnerstag ab 16 Uhr verfolgen möchte, kann dafür diesen Livestream nutzen. Zwar ist Publikum im Ratssaal grundsätzlich nicht verboten. Aufgrund des geltenden Mindestabstand werden allerdings weniger Zuschauer als üblich auf die Tribüne passen.

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