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Dampferflotte plant Neustart nach Corona

Mit dem Dampfer "Dresden" soll es wieder losgehen. Es gibt bereits einen Wunschtermin für die erste Fahrt. Und noch mehrere offene Fragen.

Der Dampfer "Dresden", hier bei einer Flottenparade, soll als erster wieder fahren.
Der Dampfer "Dresden", hier bei einer Flottenparade, soll als erster wieder fahren. ©  Archiv/Ronald Bonss

Dresden. Pfingsten soll es sein. Das ist der Wunschtermin der Flotte. Am letzten Maiwochenende, dem verlängerten mit dem Pfingstmontag, soll nach Corona in Dresden der erste Dampfer wieder fahren. Nicht irgendeiner, es soll der Dampfer "Dresden" sein. Das planen die Verantwortlichen der Flotte nach den jüngsten Lockdown-Lockerungen. 

Am Freitag haben die Gesellschafter darüber gesprochen, entschieden ist aber noch nichts. Zuerst will Flotten-Geschäftsführerin Karin Hildebrand lesen, was der Freistaat zur Wiederaufnahme des Tourismusbetriebs in Sachsen festlegt. Am Dienstag könnte solch ein Schreiben vorliegen, hofft sie. Dann soll am kommenden Freitag noch einmal diskutiert und entschieden werden. Doch der Wunschtermin Pfingsten steht fest.

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Das verlängerte Wochenende ist erfahrungsgemäß eine Zeit, in der die Dresdner und Gäste der Stadt sehr gern einen Ausflug auf der Elbe machen. Dieses Mal werden dann höchstens zwei Touren im Fahrplan stehen. Das könnten die Schlösserfahrt bis Pillnitz und die Stadtfahrt bis Blasewitz sein. Notfalls mit Passagieren, die Mundschutz tragen und mit einer Einbahnstraßen-Regelung auf dem Schiff, damit sich die Fahrgäste nicht zu nahe kommen.

Eigentlich ist der Dampfer "Leipzig" das richtige Schiff für den Neustart. Es ist das größte und zugleich das, dessen Tiefgang am besten passt, wenn die Elbe mal wieder vom Fluss zum Rinnsal geworden ist. So wie jetzt. Aktuell steht der Pegel bei reichlich 80 Zentimetern, normal sind laut langjährigem Mittelwert etwa 1,50 Meter. Zugleich lassen sich die Passagiere auf einem großen Schiff besser verteilen als auf einem kleineren Dampfer. 1,5 Meter Abstand - das gilt im Zweifel auch auf den Ausflugsdampfern.

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Mit 50 bis 60 Prozent Auslastung rechnen die Verantwortlichen bei der ersten Fahrt. Dann würden sie damit keine roten Zahlen schreiben. Das heißt, auf dem Dampfer "Dresden" müsste etwa die Hälfte der reichlich 200 Außenplätze besetzt sein. Wie das funktionieren kann, ist noch nicht entschieden. Fest steht aber: Tickets gibt es nur im Internet, so haben im vergangenen Jahr bereits ein Drittel aller Passagiere ihre Fahrscheine gekauft. Und auf dem Schiff könnte es Absperrungen geben, damit die Fahrgäste die richtigen Wege gehen und auf den richtigen Plätzen sitzen. Ob auch Getränke und Speisen angeboten werden können, steht noch nicht fest.

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Sicher ist aber: Die Dampferfahrt soll Spaß machen. Sind die Einschränkungen zu heftig, dann will die Flotte mit der ersten Fahrt länger warten als bis Ende Mai, sagt Unternehmenssprecher Robert Körner. Wie die Kollegen auf dem Rhein, dem Bodensee oder den Havelgewässern ihren Neustart planen, ist für die Dresdner dabei genau so wichtig. Erfahrungsaustausch ist derzeit gefragt, die Telefone werden regelmäßig bemüht. Sicher ist aus ihrer Sicht aber: Wenn der Dampfer "Dresden" das erste Mal nach Corona ablegt, dann ist das nicht nur für die Schiffsmannschaft und alle anderen Kollegen im Unternehmen ein besonderer Moment. Er ist es auch für die Dresdner. Genau deshalb soll zuerst das Flaggschiff der Flotte wieder auf Fahrt gehen.

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