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Dresdner Kammerchor singt für Döbelner Familie

In der Nicolaikirche erklingt Musik aus verschiedenen Jahrhunderten. Die Sänger zeigen sich auch spendabel.

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Von Wilrun Wagner

Eine festliche Atmosphäre bei geistlichem und weltlichem A-cappella-Chorgesang erlebten etwa 50 Besucher in der Nicolaikirche. Eine reichliche Stunde erfreute der Kammerchor Cantamus Dresden, der zum dritten Mal in Döbeln auftrat, die Musikliebhaber mit mehreren Messtexten, geistlichen Gesängen und Volksliedbearbeitungen aus der Renaissance bis zur Neuzeit. Dazwischen bereicherte Kantor Winfried Kleindopf mit zwei Orgelwerken das Programm. Es war ein sehr anspruchsvolles Konzert, das die 22 Sängerinnen und Sänger des Klangkörpers unter der Leitung von Marcus Friedrich darboten. Die Begeisterung am Gesang war den meist jungen Sängerinnen und Sängern anzusehen, die sich voll auf ihren Dirigenten Marcus Friedrich konzentrierten. Die musikverständigen Zuhörer schätzten diese spannende Atmosphäre und verzichteten auf Zwischenapplaus.

Cantamus, ist ein Klangkörper, der überwiegend aus ehemaligen Kruzianern besteht und dessen Mitglieder größtenteils aus dem Raum Dresden kommen. „Inzwischen hat es sich allerdings ergeben, dass die Sänger deutschlandweit und in den verschiedensten Berufen tätig sind“, erklärte der Moderator.

Der Chor trifft sich in monatlichen Abständen zu intensiver Probenarbeit und Konzertvorbereitungen, was ihm schon viele Auszeichnungen einbrachte. „Letztes Wochenende war dies im Raum Grimma der Fall“, sagte der Stimmbildner des Chores.

Am Ende belohnten die Besucher die Sänger mit viel Applaus und bekamen als Zugabe das Volkslied „Im schönsten Wiesengrunde“ zu hören.

In Anbetracht der schweren Hochwasserschäden hatte sich der Chor entschlossen, das schon länger geplante Konzert als Benefizkonzert für Flut-Opfer zu veranstalten. „Wir haben uns informiert und möchten einer Döbelner Familie, die schwer betroffen ist und bei einem Schaden von schätzungsweise 150 000 Euro ein Viertel der Kosten selbst aufbringen muss, helfen. Deshalb entschieden wir uns, mit den Konzerteinnahmen einen kleinen Beitrag zum Wiederaufbau zu leisten“, sagte Kantor Winfried Kleindopf. Zusammen kamen am Ende 380 Euro aus der Kollekte. Cantamus erhöhte den Betrag auf 500 Euro .