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Dresdner Linke lehnt Dißmann-Straße ab

Nach Ansicht der Fraktion im Stadtrat lassen die Schriften von Bertha Dißmann eine Nähe zum NS-Regime erkennen.

Die Stadtratsfraktion „Die Linke“ hat gestern ihre Ablehnung einer Bertha-Dißmann-Straße in Langebrück bekräftigt. Nach neuen Recherchen des Linken-Stadtrates Tilo Wirtz schrieb die Autorin in Kochbüchern von 1935 und von 1938 Vorworte, die die Identifizierung der Autorin mit dem NS-Regime bestätigen. Darin ist vom „großen Führer“ und von „unserem Adolf Hitler“ die Rede. „Die Linke im Dresdner Stadtrat ist deshalb gegen eine Ehrung von Bertha Dißmann mit einem Straßennamen“, sagte Wirtz. Der Linken-Politiker wies bereits vor einigen Wochen darauf hin, dass Dißmann bereits 1915 Schriften mit martialischen Titeln wie „Frauen, helft siegen!“ und „Wer spart, hilft siegen“ veröffentlicht hatte. Denen sind nach Aussagen Wirtz’ Vorworte vorangestellt, die in einem kriegerischen Ton verfasst sind.

Anlass für den Vorstoß der Linken ist die Ankündigung von Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz, die Entscheidung über eine künftige Bertha-Dißmann-Straße am Donnerstag dem Stadtrat vorzulegen. Nach der Kochbuch-Autorin soll die Planstraße B im neuen Wohngebiet „An der Heide“ in Langebrück den Namen Dißmanns tragen. Das hatte der Langebrücker Ortschaftsrat vorgeschlagen. (SZ/td)

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