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Dresdner rüsten sich für den Tanz auf der Holzplatte

Julia Geßner und Roland Holke treten jetzt beim ersten Wettbewerb imIrish Dance an.

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Von Ivette Wagner

Julia Geßner schaut ernst und nimmt Haltung an. Blitzschnell setzt sie ihre Füße auf einer runden Platte von nur 60 Zentimetern auf. Immer und immer wieder. „Man darf während der Darbietung nicht neben der Platte landen“, sagt sie. Am Sonnabend tritt die 44-Jährige beim ersten Dresdner Irish-Dancing-Wettbewerb im Tanzstudio Dancing Joy an.

Anregung aus dem Fernsehen

Im September 2004 gründete sie gemeinsam mit Roland Holke den Verein Irish Feet. „Die irische Musik hat uns fasziniert“, sagt Julia Geßner. Gemeinsam mit der Albain School of Irish Dancing haben sie nun den Wettbewerb initiiert. „Die Leidenschaft für die traditionellen irischen Tänze ist hier nicht sehr verbreitet“, sagt Roland Holke. „Es ist natürlich auch sehr speziell und eigentlich ein richtiger Leistungssport.“ In verschiedenen Kategorien werden die Tänzer am Sonnabend bewertet.

Roland Holke und Julia Geßner stellen sich allein jeweils zwölf Mal dem Urteil. Dafür trainieren sie seit Wochen. „Natürlich klingt das sehr viel“, sagt Roland Holke. „Bei den irischen Wettbewerben ist das aber üblich.“ Die typischen und am meisten verarbeiteten Rhythmen sind Jig im 3/8-Takt und Reel im 4/4-Takt. Die kann man mit verschiedenen Schuhen tanzen. Einmal mit den harten, die Kunststoffkappen und -absätze haben und einmal mit weichen Schuhen. Bei den Frauen ähneln die weichen Gymnastikschuhen.

Lächeln trotz Anstrengung

Julia Geßner und Roland Holke haben damit Erfahrung. Er ist zweifacher Deutscher Meister, sie schaffte es auf den dritten Platz. Für den Wettkampf am Sonnabend hat sich Julia Geßner vor allem für den Tanz auf der Scheibe eine Menge vorgenommen, sie tritt gegen zwölf Konkurrenten an. „Wichtig beim Irish Dance ist auch immer die Ausstrahlung“, sagt sie. „Ich habe eine ganze Weile gebraucht, damit ich trotz der Anstrengung lächeln kann.“