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Dresdner Schönheiten aus der Luft

Diese Fotos zeigen eine ganz besondere Vogelperspektive auf Dresden. Um sie genießen zu können, müssen Sie sich eine Brille aufsetzen. Keine rosarote, sondern eine rot-blaue. Dann werden Sie die Landeshauptstadt auf eine völlig neue Art und Weise sehen.

Von Anna Hoben

Die gesunde Drittelstunde

Impfen lassen? Neue Therapien? Was zahlen Kassen? Fragen rund um das Thema Gesundheit: hier gibt es Antworten. Redakteur Jens Fritzsche im Gespräch mit Experten.

Diese Fotos zeigen eine ganz besondere Vogelperspektive auf Dresden. Um sie genießen zu können, müssen Sie sich eine Brille aufsetzen. Keine rosarote, sondern eine rot-blaue. Dann werden Sie die Landeshauptstadt auf eine völlig neue Art und Weise sehen. Nehmen Sie sich Zeit dafür.

Stereodarstellungen, so nennen Experten diese Bilder. Entstanden sind sie im vergangenen Sommer, als Mitarbeiter des Institutes für optische Sensorsysteme am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt über Dresden flogen. Das Institut befasst sich mit der Entwicklung optischer Mess- und Kamerasysteme sowie hochwertiger Auswertungsverfahren. So haben die Experten dort zum Beispiel eine Erdbeobachtungskamera entwickelt und ein System für die Mission zum Merkur.

Für die Luftaufnahmen vom Himmel über Dresden aus nutzten sie ein Kamerasystem, das sich besonders für die dreidimensionale Fotografie von Stadtgebieten eignet. Es besteht aus fünf Augen, also einzelnen Kameras, sowie einem Navigationssystem. Eine Kamera blickt senkrecht nach unten, die anderen vier schauen im 30-Grad-Winkel in alle vier Richtungen: nach vorn, hinten, links und rechts. Das Gebiet wird in mehreren sich überlappenden Flugstreifen in 600 Meter Höhe abgeflogen. Daraus können dreidimensionale Ansichten und Vermessungsdaten einer Stadt berechnet werden.

Für die 3-D-Bilder auf dieser Seite haben die Experten dann aus aufeinanderfolgenden Bildpaaren sogenannte Stereopaare erstellt. Dabei wird für ein Auge der rötliche Farbraum dargestellt, für das andere der blaue. Deshalb entsteht bei der Betrachtung des Bildpaares mit der 3D-Brille – und dabei blau immer rechts – ein räumlicher Eindruck. Sie sehen sozusagen mit beiden Augen jeweils einen unterschiedlichen Blickwinkel der Kamera.

Ganz schön verrückt, oder? Apropos: Da die Aufnahmen im Sekundenabstand entstehen, müssen auch bewegte Objekte wie Autos und Schiffe korrigiert werden, also ver-rückt.

Luftbilder: ATS/DLR/imaginair

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