SZ +
Merken

Dresdner Straße wird zu Ende gebaut

Im Herbst sollen die Bauarbeiten vor dem Rathaus Potschappel beginnen. Auch an mögliche Radwege ist gedacht.

Teilen
Folgen
© Andreas Weihs

Von Tobias Winzer

Die unendliche Geschichte zum weiteren Umbau der Dresdner Straße geht nun doch zu Ende. Voraussichtlich im Herbst soll der letzte geplante Abschnitt der Hauptverkehrsader zwischen Platz des Handwerks und Fichtestraße mit Pflanzinseln ausgestattet werden. 135 000 Euro will das Rathaus dafür ausgeben. Der Stadtrat hat dem Vorhaben bereits zugestimmt. Das Geld liegt im Haushalt bereit.

„Die Baumaßnahme soll im dritten Quartal beginnen und in diesem Zeitraum auch beendet werden“, sagt Stadtsprecherin Inge Nestler. Einen genaueren Termin für die Bauarbeiten gibt es noch nicht. Zugleich will die Stadttochter Freitaler Strom und Gas vor dem Rathaus Potschappel neue Kabel verlegen. Deswegen ist stadtauswärts eine Umleitung über die Coschützer Straße und die Richard-Wagner-Straße nötig. Wie lange sich die Autofahrer darauf einstellen müssen, ist noch offen.

Nach dem Ende der Bauarbeiten wird die Dresdner Straße deutlich anders aussehen als heute. Insgesamt will die Stadt in dem Abschnitt sechs sogenannte Pflanzinseln an den Straßenrand einbauen. Sie sollen dafür sorgen, dass die Dresdner Straße grüner wird und dass Autofahrer vorsichtiger und langsamer unterwegs sind. Geplant sind vier Inseln entlang der Spur stadteinwärts. Wegen darunterliegender Kabel und Leitungen können in die Inseln allerdings keine Bäume mit großen Wurzeln gepflanzt werden. Stattdessen wird es dort Rankgerüste und die entsprechenden Pflanzen dafür geben.

Verhandlungen mit dem Land

Für die beiden Pflanzinseln entlang der Fahrspur stadtauswärts sind Bäume vorgesehen. Allerdings ist noch offen, ob die Inseln tatsächlich gebaut werden. Hintergrund ist ein Gespräch von Baubürgermeister Jörg-Peter Schautz mit der AG Radverkehr. Die AG fordert, dass die Dresdner Straße radfreundlicher wird und auf der gesamten Länge Radstreifen markiert werden. Derzeit verhandelt die Stadt mit dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv), ob die Straßenbreite dafür ausreicht. Das Landesamt redet mit, weil es sich bei der Dresdner Straße um eine Staatsstraße handelt.

Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass die nötigen Berechnungen frühestens zum Jahresende vorliegen. Mit den Bauarbeiten an der Dresdner Straße soll aber trotzdem schon begonnen werden. Die beiden fraglichen Verkehrsinseln sollen deshalb später eingebaut werden oder den Radstreifen zum Opfer fallen.

Neben der Dresdner Straße will die Stadt auch den Rathausvorplatz umgestalten. Direkt vor dem Haus sollen drei große Pflanzkübel und zwei Bänke aufgestellt werden. Außerdem wird der gesamte Platz mit einem neuen Belag ausgestattet.

Eigentlich sollte der letzte Abschnitt an der Dresdner Straße schon längst umgebaut sein, nachdem die Arbeiten zwischen Neumarkt und dem Platz des Handwerks im vergangenen Jahr beendet wurden. Doch Oberbürgermeister Klaus Mättig (CDU) verhängte vor einem Jahr einen Baustopp. Autofahrer beschwerten sich über die gewöhnungsbedürftige Verkehrsführung. Zudem wurde bekannt, dass die Straßenreinigung die Bereiche um die Inseln nicht mehr maschinell kehren kann, sondern per Hand nachhelfen muss. Dadurch entstehen der Stadt Mehrkosten. Hauptkritikpunkt aber war zuletzt der fehlende Radstreifen. Die neu gegründete Arbeitsgemeinschaft macht sich seit Monaten für Radstreifen an der Dresdner Straße stark. Auf beiden Seiten der Straße würde den Autofahrern ein Stück Straße abgeknapst werden. Dank einer gestrichelten Markierung könnten die Autofahrer den Streifen bei wenig Radverkehr mitnutzen, so der Plan. An den Kreuzungen, wo die Fahrspuren schmaler werden, endet die Markierung und die Radfahrer sortieren sich in den Autoverkehr mit ein.