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Drittklässler sind von Hilfs-Projekt begeistert

Laußnitzer Kinder bereiten einer rumänischen Familie eine schöne Weihnachtszeit. In Schwepnitz freut man sich über den Erfolg des DDR-Design-Museums.

Von Annett Kschieschan

Es war ein großer Tag für den Schwepnitzer Uwe Jähnig. Zum ersten Mal hatte er jetzt ganz offiziell die Türen seines Museums für DDR-Design geöffnet. Und die Besucher kamen in Scharen. Über das soziale Netzwerk Facebook hatte sich Uwe Jähnig schon direkt am Wochenende bei allen Unterstützern bedankt und festgestellt: „Es war wunderschön“. Vor allem der Besuch des Weihnachtsmanns sei gut angekommen. „Er hatte sich extra auf den langen Weg aus Sibirien zu uns aufgemacht“, so der Museumsgründer, der nun schon wieder viele neue Pläne geschmiedet hat. Im Mai nächsten Jahres sollen weitere Räume im Museum eingerichtet sein. Bei einem kleinen Trödelmarkt dürfen Besucher künftig stöbern. Uwe Jähnig selbst ist übrigens weiter auf der Suche. Trabi, Barkas und Wartburg fehlen dem Sammler noch. „Wer so etwas kostenlos abgeben möchte, kann sich gern melden“, sagt der Museumschef. Nach dem ereignisreichen Wochenende möchte er sich auch expliziert bei seiner Frau bedanken, „die das ganze Vorhaben mitmacht und mir nicht davonrennt“, wie Uwe Jähnig betont.

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Ein Dankeschön wollte gestern auch Gisela Dittrich am Lesertelefon loswerden. Es geht an das Bestattungsunternehmen Mitschke. „Die Mitarbeiter hatten am Totensonntag eine sehr würdige Gedenkfeier für die Angehörigen von Verstorbenen organisiert. Ich habe Ende 2012 meinen Mann verloren und bin deshalb der Einladung gefolgt“, sagt Gisela Dittrich. Mit einfühlsamen Worten und passender Musik sei es den Mitarbeitern gelungen, eine emotionale, aber auch angenehme Atmosphäre zu schaffen. „Dafür herzlichen Dank. Das hilft sehr“, sagt die Kamenzerin.

In Laußnitz erlebten die Drittklässler jetzt im Rahmen des Sachkundeunterrichtes eine Schulstunde der besonderen Art. Lydia Haase, die Mutter einer Schülerin, informierte über das Projekt des Vereins „Domus“. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, zusammen mit Vereinen vor Ort jungen Menschen in Rumänien zu helfen. „Diese Jugendlichen sind, unter für uns kaum vorstellbaren Bedingungen, in rumänischen Waisenhäusern aufgewachsen. Unvorbereitet auf das Leben außerhalb dieser Einrichtung ohne Wohnung und ohne Geld werden sie ihrem Schicksal überlassen. Der Verein nimmt viele dieser Jugendlichen auf und hilft ihnen die täglichen Dinge des Lebens zu erlernen und zu meistern. Einige dieser Jugendlichen haben inzwischen ihre eigene Familie gegründet“, so Anke Richter von der Laußnitzer Grundschule. Die Kinder seien so beeindruckt gewesen, dass sie helfen wollten. Alle brachten kleine Präsente – von Zahnbürsten über Pfefferkuchen bis hin zu Honig und Mehl – mit, die nun auf die Reise nach Rumänien geschickt werden, wo sie einer Familie die Weihnachtszeit versüßen sollen. Die Gaben reichten sogar noch für eine zweite Familie. „Ein ganz herzliches Dankeschön sei an dieser Stelle auch den Eltern der Klasse 3 gesagt, die dieses Projekt sehr großzügig unterstützten“, so Anke Richter.

Kontakt DDR-Museum: 0160 7966393.