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Drogenfund bei Verkehrskontrolle

Ein 40-Jähriger hat Drogen konsumiert, sich dann hinters Steuer gesetzt – und ist erwischt worden. Doch sein Beifahrer erweist sich als viel dickerer Fisch.

Bei einer Verkehrskontrolle in Bautzen hat die Polizei eine mutmaßlichen Drogenhändler geschnappt.
Bei einer Verkehrskontrolle in Bautzen hat die Polizei eine mutmaßlichen Drogenhändler geschnappt. © Patrick Seeger/dpa

Bautzen. Einen Fahrer unter Drogen hat die Polizei am Mittwochabend in Bautzen erwischt. Der 40-Jährige saß hinterm Steuer eines Polo, als ihn Polizeibeamte in der Löhrstaße gestoppt haben. Der Test auf Amphetamin-Konsum verlief positiv. Daraufhin wurde ihm die Weiterfahrt untersagt und eine Blutentnahme angeordnet. Dem dem Deutschen drohen mindestens 500 Euro Bußgeld, zwei Punkte im Zentralregister und ein Monat Fahrverbot.

Als richtig interessant erwies sich dann die Kontrolle des Beifahrers. Der nannte zunächst einen falschen Namen. Den Grund dafür fanden die Beamten anschließend in dessen Rucksack. Darin lagen etwa 50 Gramm Cystal verpackt in einer Cliptüte. Die Polizisten nahmen den 37-Jährigen vorläufig fest und stellten die Drogen sicher. 

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Diese Tüte mit Drogen wurde am Mittwoch bei einem 37-jährigen Deutschen gefunden.
Diese Tüte mit Drogen wurde am Mittwoch bei einem 37-jährigen Deutschen gefunden. © PD Görlitz

Darüber hinaus zogen sie das Handy des deutschen Staatsbürgers zur Beweissicherung ein. Kriminalisten sicherten zudem eine DNA-Probe des Beschuldigten und behandelten ihn erkennungsdienstlich. Dafür fertigten sie Fotos und nahmen Fingerabdrücke.

Die Beamten durchsuchten später die Räumlichkeiten, die der 37-Jährige ohne festen Wohnsitz genutzt hatte. Dabei stießen sie zwar nicht auf weitere Betäubungsmittel, stellten aber zwei Fahrradrahmen und scharfe Munition sowie Munitionsteile sicher. Einer der Rahmen stammte offenbar aus einem Diebstahl Ende vergangenen Jahres an der Dr.-Salvador-Allende-Straße in Bautzen. Am Zweiten war die Rahmennummer manipuliert. 

Bei dem 37-Jährigen fanden die Beamten verschiedene scharfe Munition.
Bei dem 37-Jährigen fanden die Beamten verschiedene scharfe Munition. © PD Görlitz

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst des Polizeiverwaltungsamtes kümmerte sich um die sichere Entsorgung der Munition. Ein Haftrichter ordnete am Donnerstag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Görlitz Untersuchungshaft für den 37-Jährigen wegen des Verdachts des Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge an. 

Polizisten brachten ihn in eine Justizvollzugsanstalt. Das Kommissariat für Rauschgiftkriminalität hat die Ermittlungen übernommen. Darüber hinaus erfolgte eine Anzeige wegen Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz. (SZ)

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