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Drogenhändler vor Gericht

Ein Leipziger kam mit einer Waffe und Kokain zu einem Kunden nach Döschütz. Dafür wurde er verurteilt.

© ZB

Von Helene Krause

Döbeln. Als die Polizisten am 22. Juli 2015 auf das Grundstück eines mutmaßlichen Drogenhändlers in Döschütz kamen, fanden sie 2,23 Gramm Kokain in einem Schuppen. Das Rauschgift soll ein 23-jähriger Leipziger, der noch vor Ort war, mitgebracht haben. Er wollte dort die doppelte oder dreifache Menge verkaufen.

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Im Pkw des Leipzigers fanden die Beamten außerdem zwei Beutel Kokain, 1,35 Gramm Cannabis, Beutel mit Cannabissamen sowie eine Feinwaage, Klipptütchen, eine Mühle und anderes Zubehör für den Drogenhandel. Des Weiteren entdeckten die Polizisten im Handschuhfach des Fahrzeugs eine ungeladene Schreckschusspistole. Wegen der Taten musste sich der Leipziger jetzt wegen des unerlaubten Besitzes von Drogen, des unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln sowie wegen des unerlaubten Waffenbesitzes vorm Amtsgericht Döbeln verantworten.

Bekanntschaft von früher

Der Döschützer wurde wegen des Kokainfunds in seinem Schuppen in einem anderen Verfahren zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren, ausgesetzt auf drei Jahre Bewährung, verurteilt. In der polizeilichen Vernehmung hatte er die Taten gestanden. Er und der Beschuldigte kennen sich von früher. Bei einem Treffen in Leipzig wollte er vom Angeklagten Kokain kaufen. Sie telefonierten und machten das Treffen in Döschütz aus. Die zwei Beutel Kokain, die im Schuppen gefunden wurden, hatte der Angeklagte mitgebracht. Die Polizisten kamen genau in dem Moment dazu, als beide im Schuppen das Drogengeschäft abwickeln wollten. So hatte er es bei der Polizei erzählt. In der Verhandlung gegen den Leipziger erklärt der Döschützer jedoch, dass die Polizisten ihn unter Druck gesetzt hätten. „Ich wollte nach Haus“, sagte er.

Am Tattag hätten sie sich lediglich verabredet, um gemeinsam Drogen zu nehmen. Weil seine Zeugenaussage vor Gericht von seiner polizeilichen Aussage abweicht, stellte Staatsanwalt Christian Kuka den Antrag, den Polizisten als Zeugen zu hören, der den Döschützer am Tattag vernommen hat. Doch Richter René Stitterich lehnte den Beweisantrag ab. Er ging von der Schuld des Angeklagten aus.

Der Richter verurteilte den Beschuldigten wegen unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln, wegen des Besitzes von Drogen sowie wegen des unerlaubten Besitzes einer Schusswaffen zu einer Freiheitsstrafe von acht Monaten. Die Strafe wird zur Bewährung ausgesetzt. Die Bewährungszeit beträgt zwei Jahre. Außerdem erhielt er die Auflagen, jeden Wohnortwechsel dem Gericht anzuzeigen und muss an die Lebenshilfe Oschatz 1 500 Euro zahlen.