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Wer waren die Cannabis-Abnehmer?

Nach der Drogen-Razzia in Olbersdorf gibt es reichlich Ermittlungsarbeit. Nicht nur Qualität und Wirkstoff der vorgefundenen Pflanzen werden untersucht.

Mit einem Großaufgebot war die Polizei am 23. April in der Lauschestraße in Olbersdorf im Einsatz.
Mit einem Großaufgebot war die Polizei am 23. April in der Lauschestraße in Olbersdorf im Einsatz. ©  Rafael Sampedro (Archiv)

Der Verdacht der Ermittler hatte sich schon beim Großeinsatz der Polizei am 23. April in der Lauschestraße 24 in Olbersdorf bestätigt. Die 15 Beamten des Kriminaldienstes Zittau und eines Einsatzzuges der Polizeidirektion fanden in den beiden Wohnungen von zwei 32-Jährigen mehr als nur ein paar Drogen. 

Eine der beiden Wohnungen wurde für den Anbau von Cannabis-Pflanzen genutzt und darin eine richtige Indoor-Plantage betrieben, berichtet Staatsanwalt Christopher Gerhardi von der Staatsanwaltschaft Görlitz. 

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Bei der Durchsuchung wurde umfangreiches Beweismaterial sichergestellt. "Dabei handelt es sich in erster Linie um Dinge, die für den Betrieb einer Cannabis-Plantage in geschlossenen Räumen benötigt werden - einschließlich der Cannabis-Pflanzen, schilderte am Dienstag Christopher Gerhardi auf Nachfrage der SZ. Zur genauen Bestimmung von Menge, Qualität und Wirkstoffgehalt der vorgefundenen Cannabis-Pflanzen wurde ein Betäubungsmittelgutachten in Auftrag gegeben. Dessen Ergebnis wird aber voraussichtlich erst in einigen Wochen oder Monaten vorliegen, fügt er hinzu. 

Staatsanwalt beantragt keine Haftbefehle

Zu den sichergestellten Beweismaterialien aus beiden Wohnungen gehören unter anderem Beleuchtungsanlagen, eine Feinwaage, kleine Cliptütchen bis hin zu Bargeld. Von früh 6.30 Uhr bis in den späten Nachmittag hinein hatten am 23. April die Polizisten des Sondereinsatzkommandos zig Kisten und andere Behälter sowie verschließbare Eimer aus der Wohnung mitgenommen.

Bei der Durchsuchung wurden nur Cannabis-Produkte und keine anderen Drogen gefunden. Waffen oder andere verbotene Gegenstände sind nach derzeitiger Kenntnis des Staatsanwaltes nicht entdeckt worden. Gegen die beiden 32-jährigen Mieter hat die Staatsanwaltschaft keine Haftbefehle beantragt, berichtet Christopher Gerhardi. Da die beiden Beschuldigten strafrechtlich gesehen bisher unbescholtene Bürger waren, sind sie nur vernommen worden.

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Die Ermittlungen werden noch eine Weile in Anspruch nehmen. "Dabei gilt es auch zu klären, ob die beiden 32-Jährigen selber das Cannabis angebaut haben und wer ihre Abnehmer waren", so der Staatsanwalt.

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