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Drohnen für die Post in Erksdorf?

Weil es in Radeberg und den Ortsteilen einige neue Namen für Straßen geben soll, macht sich hier und da Ärger breit.

Von Jens Fritzsche

Müssen die Grundstücksbesitzer in Radeberg und Umgebung schon mal den einen oder anderen Euro zurücklegen, um kleine Hubschrauberlandeplätze zu bauen?

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Es gibt ja tatsächlich die Idee, dass die Post künftig auch per Drohne – kleinen Mini-Hubschraubern sozusagen – zugestellt wird. Heißt, demnächst könnte die Post tatsächlich im Briefkasten landen, wie es ja auch heute schon manchmal heißt. Und wenn ein Brief dann künftig angekommen ist, können die Radeberger einfach nur sagen: Der ist mir gerade zugeflogen…

Eine Vision jedenfalls, die Mitte der Woche sogar während der Sitzung des Ortschaftsrats in Großerkmannsdorf angesprochen wurde. Auch der Radeberger Ortsteil soll ja bekanntlich einige neue Straßennamen bekommen – weil es unter der einheitlichen Postleitzahl 01454 – zum Beispiel allein in Radeberg und den Ortsteilen Liegau, Ullersdorf und eben Großerkmannsdorf gleich vier Hauptstraßen gibt. Zudem noch mehrere Wiesenwege, Sandberge und Straßen mit dem Namen Am Heiderand. Also sollen diese mehrfach vergebenen Namen nun überall dort verändert werden, wo wenige Leute an den Straßen wohnen. Heißt, an den Hauptstraßen, Wiesenwegen und Heiderändern, an denen die meisten Leute wohnen, bleibt alles wie‘s ist – an den anderen Hauptstraßen, Wiesenwegen und Heiderändern werden neue Schilder gebraucht. Und die Ausweise bekommen neue Adressen. Und Großerkmannsdorf hat darauf nicht wirklich große Lust. Das wurde auch in der Debatte im Ortschaftsrat zum wiederholten Male deutlich. In Liegau und Ullersdorf wurde hingegen bereits Zustimmung signalisiert, auch im Stadtrat zeichnet sich eine Mehrheit ab.

Und dann kamen in Großerkmannsdorf die erwähnten Drohnen ins Spiel. Ortschaftsrat und Bauunternehmer Roland Schmidt spöttelte: „Erst müssen wir für die neue Adresse bezahlen, weil es immer heißt, dass durch die mehrfach vergebenen Straßennamen die Post Probleme hat – und künftig müssen wir vielleicht auch noch bezahlen, um Landeplätze für die Drohnen zu bauen, weil die Post plötzlich per Luft zustellt…“, merkte er mit reichlich Sarkasmus an. Naja, man soll ja bekanntlich nie nie sagen. Und die Kinder können ja schon mal das Lied „Kommt eine Drohne geflogen“ üben. Aber erst mal – so sieht es zumindest aus – müssen sich die Erksdorfer wohl an neue Straßennamen gewöhnen, als an Flugverkehr…