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Dürfen Bäume geköpft werden?

In Rauschwalde vermuteten Anwohner Baumfrevler am Werk. Aber an einer Stelle war das Fällen nicht verboten und an anderer der Schnitt nützlich.

Von Christine Marakanow

Wenn man in Rauschwalde die Lidl-Ausfahrt auf die Rosa-Luxemburg-Straße nutzt, blickt man auf mehrere geköpfte Birken. Die Bäume gehören wahrscheinlich zu den Häusern auf der Straße An den Birken, vermutet Herr Leider. Die Bäume treiben zwar wieder aus, sehen aber kurios aus, sagt der Rentner. Ähnlich ist die Situation am Diesterwegplatz. Hier verlor eine Trauerweide starke Äste und bietet nun einen eigenartigen Anblick. Anwohner fragen, ob die radikalen Enthauptungen rechtens sind.

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„Es sei nicht verboten“, sagt die Stadtverwaltung in Bezug auf die Birken. Auf privaten Grundstücken bedarf es nach der Änderung des Sächsischen Naturschutzgesetzes 2011 und laut Baumschutzsatzung keiner Genehmigung mehr, jedenfalls nicht im Zeitraum 1. Oktober bis 28. Februar. Eine Bedingung sei auch, dass die Grundstücke mit Gebäuden bebaut sind. Gleiches gilt für Pappeln, Weiden, Nadelgehölze, Obstgehölze und abgestorbene Bäume. Auch den Schnitt der Weide am Diesterwegplatz rechtfertigt die Stadt. Wie Pressesprecherin Sylvia Otto sagt, war vor einigen Monaten ein kronenbildender Stämmling abgebrochen.“ Die restliche, schon ziemlich morsche Krone sei danach akut bruchgefährdet gewesen. Man hätte die Weide fällen können, aber die Stadt habe sich für den Rückschnitt entschieden. Dank des Neuaustriebs sei nun ein Wiederaufbau der Krone möglich.

Frage: Warum sprudelt die Fontäne im Tierpark bis jetzt noch nicht?

Im vergangenen Jahr wurde die Fontäne im Teich des Görlitzer Tierparks wieder in Gang gesetzt. In diesem Jahr ist sie noch nicht in Betrieb. Warum das so ist, hätte Herr Speer gern gewusst.

Der Tierpark-Verein würde die Fontäne auch in diesem Jahr sehr gern sprudeln lassen. „Allerdings sind die Stromkosten dafür sehr hoch. Sie liegen jährlich bei 1000 Euro. Trotz vieler Bemühungen konnten wir für dieses Jahr noch keinen Sponsor finden, der diese Kosten übernimmt“, sagt Katja Halla, Mitarbeiterin für Öffentlichkeitsarbeit im Tierpark.

Kritik und Lob: An den Görlitzer Plätzen scheiden sich die Geister

Geschmacklos findet Frau Damaschek die sanierten Görlitzer Plätze. Am Marienplatz missfallen ihr der Brunnen und die Pflanzkästen. Auch von der Veränderung des Postplatzes ist sie nicht überzeugt. Sie fürchtet, dass der sanierte Brunnen schnell verschmutzt wird und fragt sich, ob die Stadt das Geld, das für die Erneuerung zur Verfügung stand, nicht lieber für das Helenenbad hätte einsetzen sollen. Ganz anders sehen das mehrere Görlitzer und Besucher der Stadt, die sich Sonntag den Postplatz anschauten. Sie freuen sich auf dessen Fertigstellung und loben die Gestaltung. Unter anderem Frau Schulze aus Brandenburg.