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Dritter Anlauf für die Gemeinderats-Wahl

In zwei Wochen wird in Dürrröhrsdorf-Dittersbach auch über die Ortschaftsräte abgestimmt. Ein Wahl mit Besonderheiten.

Am 12. Juli sollen neue Gemeinderäte und Ortschaftsräte gewählt werden.
Am 12. Juli sollen neue Gemeinderäte und Ortschaftsräte gewählt werden. © Daniel Schäfer

Die Kandidaten für den neuen Gemeinderat von Dürrröhrsdorf-Dittersbach und die Ortschaftsräte stehen in den Startlöchern. Lange genug wurde ihre Geduld auf die Probe gestellt und die des derzeit amtierenden Gremiums. Deshalb hatte sich der Gemeinderat auch auf den nächstmöglichen Wahltermin geeinigt  und das ist nun der 12. Juli. Dies ist notwendig geworden, weil zum Ursprungstermin am 5. April aufgrund der Corona-Pandemie nicht gewählt werden durfte. 

Da es sich um eine Wiederholungswahl handelt, gibt es einige Besonderheiten für die Wähler. Es stehen die gleichen Parteien und Wählervereinigungen mit den gleichen Kandidaten wie am 5. April zur Wahl. Darüber hinaus bleiben für die Wahl am 5. April bereits abgegebene Briefwahlstimmen gültig und werden am 12. Juli mit ausgezählt und gewertet. Wer also schon per Briefwahl seinen Vorzugskandidaten die Stimme gegeben hat, darf nicht noch einmal wählen, selbst wenn sich diese inzwischen die Symphatien verscherzt haben sollten. 

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Wer bereits einen Wahlschein für die Briefwahl am 5. April erhalten, jedoch die Briefwahlunterlagen noch nicht abgeschickt hat, muss mit diesem Wahlschein entweder die Briefwahl mit den bereits zugesandten Stimmzetteln durchführen oder den Wahlschein im entsprechenden Wahllokal am 12. Juli vorzeigen. 

Wer sich für Briefwahl entscheidet, jedoch noch keinen Wahlschein hat, kann die notwendigen Unterlagen wie üblich im Einwohnermeldeamt der Gemeindeverwaltung beantragen oder ganz bequem hier online. Das ist noch bis zum 10. Juli, 16 Uhr möglich. Und es gibt noch mehr Besonderheiten. So wird von Fällen berichtet, bei denen Einwohner, die bereits die Briefwahl genutzt haben, erneut eine Wahlbenachrichtungskarte bekommen. Damit können sie nicht am 12. Juli erneut zur Wahl gehen. 

Es gibt also wieder einige Fallstricke. In Dürrröhrsdorf-Dittersbach ist man aber guter Hoffnung, dass bei den Wahlen nun nichts mehr dazwischen kommt und am Ende dann auch das Wahlergebnis von der Kommunalaufsicht nicht wieder beanstandet werden muss.  Beim Thema Wahlen kocht vor Ort immer noch so mancher Ärger hoch.  Denn auch die Einwohner von Dürrröhrsdorf-Dittersbach waren wie ganz Sachsen am 26. Mai 2019 zur Kommunalwahl aufgerufen. Doch da nahm das Unheil seinen Lauf. 

Nach eingehender Prüfung hatte die Kommunalaufsicht des Landratsamtes Pirna die Wahlergebnisse von damals für ungültig erklärt. Auf den Wahlzetteln waren Wahlvorschläge gelandet, die nicht alle notwendigen wahlrechtlichen Zulassungsvoraussetzungen erfüllt haben. So fehlten Unterschriften von den bisher in den Gremien vertretenen Mandatsträgern. Die Wahl musste wiederholt werden. Als Termin dafür war der 5. April 2020 vorgesehen. Doch die Wahl musste coronabedingt abgesagt werden. Nun soll es am 12. Juli im dritten Anlauf gelingen, ein neues Gemeindeparlament zu wählen. 

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