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Düsseldorf feuert einen Düsseldorfer

Der vom Abstieg bedrohte Absteiger entlässt Büskens, hat aber keinen Nachfolger.

© dpa

Düsseldorf. Die vermeintliche Traumehe hielt nur 16 Spiele. Gerade einmal fünf Monate nach seinem Amtsantritt in seiner Heimatstadt hat Fortuna Düsseldorf Trainer Mike Büskens den Laufpass gegeben. „Ich bin sehr traurig, weil das mit ihm nicht geklappt hat“, kommentierte Fortunas Vorstandsvorsitzender Peter Frymuth. Für Büskens war es nach seiner Trennung von Fürth im Februar das zweite Aus in diesem Jahr. Doch die Düsseldorfer sahen sich nach zuletzt vier Niederlagen in fünf Spielen zu diesem Schritt gezwungen.

Es passt ins Bild von einem wankenden Zweitligisten, dass es schon in näherer Zukunft weitere Abschiede geben wird. Schließlich sind auch die Tage von Frymuth und von Manager Wolf Werner bei der Fortuna gezählt. Der im Oktober zum DFB-Vizepräsidenten gewählte Frymuth räumt seinen Platz zum Jahresbeginn, Werner wird Ende März offiziell durch Helmut Schulte ersetzt.

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Dieser personelle Umbruch dürfte die Suche nach einem Büskens-Nachfolger erschweren. Nach Auskunft von Werner ist noch kein Kandidat in Sicht: „Es spricht für unsere Loyalität, und vielleicht muss ich mich da der Verantwortung stellen, dass wir jetzt keinen Plan B in der Schublade haben.“ Es gilt als wahrscheinlich, dass Werner-Nachfolger Schulte bereits vor seinem Amtsantritt am 1. Januar in die Suche eingebunden wird.

Für Büskens ging es am Ende ganz schnell: Keine 24 Stunden nach einer Heimpleite gegen Karlsruhe musste er seinen Hut nehmen. Von der Entscheidung erfuhren die Profis nach einem Gespräch des Vorstands mit Büskens am Samstagmorgen. „Wir haben uns mit Mike zusammengesetzt und die Situation aufgearbeitet. Es fehlten aber die Ergebnisse“, sagte Werner.

Büskens stand seit Wochen öffentlich in der Kritik, doch Frymuth und Werner hatten ihm stets den Rücken gestärkt – bis Sonnabend. „Sie können mir glauben, das ist keine Floskel: Diese Entscheidung ist uns sehr schwer gefallen“, meinte Werner. Vorerst übernehmen Torwarttrainer Oliver Reck, der schon den MSV Duisburg coachte, und Co-Trainer Uwe Klein. (dpa)