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Dumm gelaufen für die FDP

Wie ist das mit dem Glashaus? Zur Bundestagswahl im vergangenen Jahr kritisierte die FDP, dass SPD und Linke ihre Wahlplakate zu früh an Dresdens Straßen aufgehängt hatten. Das sei ein „dreister und undemokratischer...

Von Bettina Klemm

Wie ist das mit dem Glashaus? Zur Bundestagswahl im vergangenen Jahr kritisierte die FDP, dass SPD und Linke ihre Wahlplakate zu früh an Dresdens Straßen aufgehängt hatten. Das sei ein „dreister und undemokratischer Verstoß“ gegen die Wahlwerbesatzung, schrieb der damalige Parteichef Johannes Lohmeyer. Er versprach, die FDP werde sich, ohne Wenn und Aber, an die Vorschriften halten. Damals kündigte Lohmeyer einen „Wettstreit um die besseren politischen Konzepte und nicht um die mieseren Methoden“ an.

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Dumm gelaufen! Seit gestern hängen in Dresden schon viele gelb-blaue Plakate. Gestattet sind sie aber erst ab Karsamstag null Uhr. „Die FDP hat wohl das Datum verwechselt“, sagt Linken-Stadträtin Annekatrin Klepsch via Facebook. Die Grünen forderten am Karfreitag die Stadt auf, die unerlaubte Wahlwerbung zu beseitigen. Ihr Sprecher Michael Schmelich fragt: „Hat sich die FDP jetzt für die mieseren Methoden entschieden, weil sie an die besseren politischen Konzepte nicht mehr glaubt?“ Vielleicht sei es aber auch ein Ausdruck der nackten Existenzangst.

Es wäre einfach nur Übereifer gewesen und nicht geplant, rechtfertigt sich FDP-Chef Christoph Blödner. Es tue ihm leid.