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Abschleppfirma baut A 4-Standort aus

Dussa stellt nächste Woche eine neue Halle für Lkws an der Autobahn bei Görlitz auf. Doch zuvor profitieren Störche von der Firma.

Die Firma Dussa mit Hauptsitz in Holtendorf bei Görlitz erweitert den Standort in Döbschütz.
Die Firma Dussa mit Hauptsitz in Holtendorf bei Görlitz erweitert den Standort in Döbschütz. © André Schulze

Mehr als 60 Störche hat Klaus Dussa vor Kurzem aus Döbschütz ins Winterquartier abfliegen sehen. "Es ist erstaunlich, wie viele Störche hier im Umland von Döbschütz leben", sagt er. Im nächsten Jahr, wenn die Zugvögel aus dem Süden zurückkommen, werden sie einige Neuerungen in Döbschütz vorfinden.

Klaus Dussa, Inhaber des gleichnamigen Abschleppunternehmens mit Hauptsitz in Holtendorf bei Görlitz, wertet den Standort Döbschütz auf. Zunächst erst einmal für die Störche: Der 66-Jährige lässt auf dem Firmengelände einen Storchenhorst errichten und hofft, dass er schon im nächsten Frühjahr bezogen wird. Und er lässt eine Bienenhecke und Bäume pflanzen. Das macht  der Mann nicht nur, weil er zu Ausgleichspflanzungen verpflichtet ist, sondern "weil ich ein Faible für Bienen habe, obwohl ich kein Imker bin", sagt er.

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Neue Halle für Sattelschlepper

In der nächsten Woche wird eine neue Halle  in Döbschütz aufgestellt. "Es ist eine Fertigteilhalle", erklärt Dussa. Einen mittleren sechsstelligen Betrag investiert er in das Gebäude. Weil damit etwa 500 Quadratmeter Grundfläche versiegelt werden, sind die Ausgleichspflanzungen fällig.

Notwendig ist die neue Halle, um dort Lkws und deren Ladungen sicher unterzubringen, die von Zoll oder Polizei auf der Autobahn 4 kontrolliert und aus dem Verkehr gezogen werden. Aber auch liegengebliebene Brummis oder bei einem Unfall beschädigte Lkws und Sattelschlepper können in der neuen Halle verwahrt werden. 

Der Firmenchef ist sehr froh, dass die Halle nun kommt. "Alle Genehmigungen sind da", freut er sich und berichtet von einem Kollegen aus der Abschleppsparte in den Altbundesländern, der ihm sein Leid klagte, dass dort wegen Corona in den Ämtern zurzeit gar nichts laufe.

Transitverkehr wächst rasant

Die neue Halle war aber auch nötig, weil der Transitverkehr auf der A 4 rasant wächst. "Bis zu 40 Prozent mehr soll das in den nächsten Jahren werden, dabei ist die Autobahn jetzt schon an manchen Tagen mehr als ausgelastet", erklärt der Abschlepp-Experte. Jede Woche etwa einmal wird das Unternehmen  zur Bergung von Fahrzeugen bei größeren Lkw-Unfällen an der A 4 gerufen.  Auch liegengebliebene Lkws bekommen Hilfe in Döbschütz nahe der Autobahn. 

Wenn der Tunnel Königshainer Berge saniert und deshalb gesperrt wird, rollt der Verkehr auf Umleitungsstrecken. Dussa rechnet damit, dass die Hilfe seines Unternehmens dann noch häufiger gebraucht wird.

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