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DVB fehlen 38 Millionen Euro

Die Verkehrsbetriebe sind auf städtische Zuschüsse angewiesen. Im bundesweiten Vergleich steht das Unternehmen aber gut da.

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Die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) haben im vergangenen Jahr etwa drei Viertel ihrer Ausgaben durch eigene Einnahmen, wie zum Beispiel aus dem Fahrkartenverkauf, bezahlen können. Das geht aus dem aktuellen Geschäftsbericht für 2012 hervor. Demnach hat das Unternehmen im vergangenen Jahr 166,1 Millionen Euro ausgegeben. 78 Prozent davon konnten selbst gedeckt werden.

Ausgeglichen wird die Bilanz durch einen Zuschuss von 38,2 Millionen Euro aus der städtischen Gesellschaft Technische Werke Dresden, in dem sich neben den DVB unter anderem auch die profitable Drewag befindet. Beide Zahlen, sowie Zuschüsse als auch Kostendeckungsgrad, entsprechen denen des Jahres zuvor. Im Jahr 2000 konnten die DVB jedoch gerade einmal 60 Prozent ihrer Ausgaben aus der eigenen Tasche begleichen.

Auch im Vergleich aller kommunalen Verkehrsunternehmen stehen die DVB gut da. Wie aus einem gestern erschienenen Bericht des Magazins Wirtschaftswoche hervorgeht, liegt der durchschnittliche Kostendeckungsgrad bei 79 Prozent. München ist den Angaben nach die einzige Stadt, die ihren Bus- und Straßenbahnverkehr ohne öffentliche Zuschüsse durchführt. Hinter Dresden liegen unter anderem Köln (77 Prozent) und Berlin (74 Prozent).

Die Zahlen sind allerdings nur bedingt vergleichbar, da die Verkehrsunternehmen unter anderem verschiedene Leistungen zu erbringen haben. (SZ/win)