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Dynamo darf im Großen Garten nicht umbauen

Die Stadt hat ihr Veto eingelegt. Dadurch werden sich die Trainingsbedingungen auf lange Sicht nicht verbessern.

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Die Hoffnungen von Zweitligist Dynamo Dresden, die Trainingsplätze im Großen Garten umbauen zu können, sind gescheitert. Zwar hatte der Besitzer, die Staatlichen Schlösser und Gärten, dem Einbau von Drainage, Beregnungsanlage und neuer Deckschicht zugestimmt. Doch das städtische Amt für Kultur und Denkmalschutz hat die Bauarbeiten nicht genehmigt. Auch das Landesamt für Denkmalpflege hat sein Veto eingelegt.

Als Grund gibt die Stadt an, dass der Große Garten dem Denkmalschutz unterliegt. „Die innerhalb der Gartenanlage befindlichen, abgetrennten Trainingsflächen stellen keine dauerhaft denkmalgerechte Nutzung des Großen Gartens dar“, heißt es vom Amt.

Mit den Planungen zum Stadionneubau sei 2005 geregelt worden, dass die Trainingsflächen irgendwann auch zurückgebaut werden müssen. Die nun aber vom Verein ebenfalls geplante Beregnungsanlage für die Grünflächen würde dafür sorgen, dass sich die Nutzung als Trainingsgelände verfestigt. „Zudem würden die Tiefbaumaßnahmen zur Verlegung unterirdischer Leitungen unmittelbar parallel zur Zaunanlage schwerwiegende Eingriffe in den Wurzelschutzbereich zahlreicher Gehölze verursachen“, sagt die Stadtverwaltung.

Für den Verein ist dieser Bescheid ein herber Schlag. Denn die Trainingsflächen sind insbesondere bei anhaltendem Regen und bei Schnee kaum bespielbar. Schon mehrmals musste sich der Verein in den vergangenen Jahren deshalb Ausweichplätze suchen. Seit einigen Monaten haben sich die Pläne eines komplett neuen Trainingsgeländes samt Geschäftsstelle verfestigt. Das soll möglichst auf der Ostrahalbinsel, ganz in der Nähe des Nachwuchsleistungszentrums, entstehen. Doch das kostet den Verein nicht nur jede Menge Zeit, sondern auch Geld. Bis 2016 muss eine Lösung her, weil dann der Vertrag für die Trainingsflächen im Großen Garten endgültig ausläuft.

Nach der Absage vom Amt für Kultur und Denkmalschutz dürfte sich der Zeitdruck noch erhöht haben. Laut Stadt hat der Verein gegen die Ablehnung Widerspruch eingelegt. Dynamos zweiter Geschäftsführer Ralf Gabriel sagt zu dem Thema: „Für uns ist der Zustand nicht hinnehmbar, damit sind wir nicht konkurrenzfähig. Wir hoffen, kurzfristig eine Lösung zu finden, und werden alles dafür tun.“ (SZ/jr)